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Kommentar Elektroautos brauchen keine Kaufprämien, um sich durchzusetzen

E-Mobilität hat inzwischen viele – auch wirtschaftliche – Vorteile. BMW, Daimler oder VW sind zudem flüssig genug, die Wende selbst zu finanzieren.
08.11.2020 - 17:42 Uhr Kommentieren
Die Mobilitäswende setzt sich auch ohne Förderprämien durch. Quelle: dpa
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Die Mobilitäswende setzt sich auch ohne Förderprämien durch.

(Foto: dpa)

Elektroautos sind ein voller Erfolg. Monat für Monat ziehen die Verkaufszahlen in Deutschland an; Volkswagen, Daimler und BMW sind bei E-Fahrzeugen über Monate ausgebucht. Einen solchen Boom haben nur die kühnsten Branchenexperten für möglich gehalten. Ein Grund für die gute Nachfrage sind die wirtschaftlichen Vorteile für Kunden. Die Bundesregierung hat im Verlauf der Corona-Pandemie die Kaufprämien noch einmal deutlich erhöht, Besitzer von Stromern fahren zudem steuerfrei. Verbrenner sind letztlich oftmals teurer als E-Autos.

Die Verantwortungsträger in Wirtschaft und Politik können sich entspannt zurücklehnen und den Erfolg genießen. Mit einem Paket bestehend aus einer attraktiven Modellpalette und staatlichen Finanzhilfen ist Deutschland zum Vorzeigemarkt für die Branche geworden, einmal mehr in der über 100-jährigen Geschichte der Automobilindustrie. Nun aber drohen einige Entscheider zu überdrehen.

Auf dem Handelsblatt Auto-Gipfel Ende vergangener Woche stellte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zusätzliche Mittel in Aussicht: „Wenn wir den Transformationsprozess tatsächlich voranbringen wollen, müssen wir die Kaufprämie für E-Autos mindestens bis 2024/25 verlängern“, hatte er gesagt. Weitere Politiker stellte sich hinter die Forderung. Ihr Ansinnen ist legitim. Söder und seine Mitstreiter sorgen sich um den Fortbestand der deutschen Autoindustrie, die mit ihren Exporten viele Arbeitsplätze absichert.

Die Autobauer indes brauchen eine solche Schützenhilfe nicht. Der Trend weg vom Verbrenner, hin zum E-Fahrzeug ist unumkehrbar, selbst eine geringere Förderung würde nicht zum Strömungsabriss bei den Verkaufszahlen führen. Der Betrieb eines Benziners oder Diesels wird mit den immer strenger gefassten Emissionsgrenzen zunehmend unattraktiv. Mit der Einführung des neuen Abgasstandards Euro 7 dürften die finanziellen Vorteile eines Stromers gegenüber einem konventionellen Auto überwiegen. Das soll ab dem Jahr 2025 geschehen.

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    Gegen eine fortwährend hohe Förderung spricht zudem ein simples Argument. Weder Volkswagen noch BMW oder Daimler sind auf die Hilfe vom Staat angewiesen. Diese Konzerne sind wirtschaftlich kerngesund und können daher den Wandel hin zur Elektromobilität aus eigener Kraft finanzieren. Die Vorstandschefs der drei Firmen mögen über die Tücken der Transformation lamentieren und den Beistand des Staats fordern. Solange aber BMW, Daimler und VW wie bisher Dividenden an ihre Anteilseigner ausschütten, verbieten sich übermäßige Kaufprämien für deren Produkte.

    Mehr: „Wir müssen die Kaufprämie für E-Autos verlängern“, fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

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