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Kommentar Eon muss bei der Innogy-Übernahme ein Risiko mehr einkalkulieren

Die Probleme von Innogy in Großbritannien sind eine schlechte Nachricht für Eon. Im schlimmsten Fall muss der Konzern die Sparte selbst sanieren.
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Allzu viele Korrekturen kann sich Eon bei der Übernahme nicht mehr erlauben. Quelle: Reuters
Innogy-Zentrale in Essen

Allzu viele Korrekturen kann sich Eon bei der Übernahme nicht mehr erlauben.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Eon bemühte sich am Montag umgehend um Klarstellung: Nein, die geplante Übernahme von Innogy sei natürlich nicht gefährdet, teilte der Konzern mit. Innogy selbst hatte zuvor über Probleme auf dem britischen Markt berichtet. Ein geplantes Joint Venture, in das Innogy das notleidende britische Vertriebsgeschäft einbringen wollte, ist geplatzt. Der Konzern musste die Jahresprognose senken.

Tatsächlich dürften die Entwicklungen in Großbritannien Eons Deal nicht gefährden. Der Energiekonzern muss im schlimmsten Fall selbst das britische Geschäft von Innogy sanieren oder nach einem Käufer dafür suchen.
Trotzdem ist die Nachricht für Eon und seine Aktionäre ärgerlich.

Der Konzern hat eine eigene britische Vertriebstochter und kommt auf dem schwierigen Markt dort selbst nur schlecht zurecht. Die Probleme von Innogy auf der Insel wollte Eon-Chef Johannes Teyssen nicht auch noch mit übernehmen. Zumal die Integration des Konkurrenten schon so schwierig genug wird.

Vor allem aber belasten die ungeplanten Entwicklungen in Großbritannien das Ergebnis von Innogy – und schmälern so die Attraktivität des Kaufobjekts. Innogy hat unmittelbar die Prognose für 2018 gesenkt und schon Einbußen für 2019 in Aussicht gestellt. Auch die Dividende kann vermutlich nicht stabil gehalten werden.

Die Einbußen für Eon sind überschaubar – noch

Noch scheinen die Einbußen so überschaubar zu sein, dass sie die Logik von Eons eigener Transaktion nicht infrage stellen. Die Übernahme von Innogy ist aber ein gewaltiger Kraftakt. Der Energiekonzern übernimmt ein Unternehmen, das an der Börse höher bewertet wird als er selbst. Allzu viele Korrekturen an den geplanten Ergebnissen und Synergieeffekten kann sich Eon nicht erlauben.

Ob ein großer Deal nicht nur spektakulär aussieht, sondern auch wirtschaftlich Sinn ergibt, stellt sich in der Regel erst nach einigen Jahren heraus. Diesen Beweis muss auch Eon-Chef Teyssen mit der Innogy-Übernahme noch antreten.

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