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Kommentar Es droht ein neuer Krieg im Nahen Osten

Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran könnte in einem heißen Krieg münden. Den will niemand – auch Donald Trump nicht.
05.01.2020 - 12:40 Uhr Kommentieren
Der iranische General, hier von den geistlichen Führern des Landes umringt, ist bei einem Angriff in Bagdad ums Leben gekommen. Quelle: AFP
Ghassem Soleimani

Der iranische General, hier von den geistlichen Führern des Landes umringt, ist bei einem Angriff in Bagdad ums Leben gekommen.

(Foto: AFP)

Er wolle Amerika aus all den „lächerlichen, endlosen Kriegen“ im Nahen Osten heraushalten. Ein folgenreiches geopolitisches Versprechen des US-Präsidenten Donald Trump, mit dem er nicht zuletzt die Wahlen 2016 gewonnen hat.

Die USA sollten mit dieser Weltgegend nichts mehr zu tun haben, außer natürlich – und das versteht sich für den Dealmaker von selbst – wenn die Ölscheichs „schöne amerikanische Waffen“ kaufen wollten.

Nun dieser Drohnenangriff, den die Iraner nur als das auffassen können, was er ist: eine Kriegserklärung. Denn der getötete Generalmajor Ghassem Soleimani ist nicht irgendein selbsternannter Terrorführer. Er hatte einen offiziellen militärischen Rang im Iran, seine Kuds-Einheiten gehören zu den offiziellen Streitkräften.

Natürlich war Soleimani brandgefährlich. Er entwickelte die Strategie des Iran, gemeinsam mit verbündeten Milizen in der gesamten Region Einflusssphären zu schaffen und den Todfeind Amerika zu bekämpfen.

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    Und natürlich hat Trump recht, wenn er sagt, dass dieser Strategie unzählige Amerikaner zum Opfer gefallen sind. Das ist der Grund, warum Trump die Revolutionsgarden im April 2019 zur terroristischen Vereinigung erklären ließ – und damit nach US-Recht die Grundlage schuf, gezielt deren Anführer zu töten.

    Ob die staatliche Hinrichtung aber politisch klug war, ist eine andere Frage. Zwar hat die Regionalmacht Iran im Konflikt mit der Weltmacht USA keine Chance auf einen militärischen Sieg. Doch gewaltigen Schaden zufügen kann sie den USA allemal – mit Hilfe der verbündeten Milizen: der Hisbollah im Libanon, der Hamas im Gazastreifen und den Einheiten im Irak oder Syrien. Und das iranische Volk, das zuletzt mit landesweiten Protesten die Legitimität der Regierung infrage stellte, wird sich nach dieser Attacke nun hinter seinem Führer scharen.

    Am Beginn der Iranpolitik Trumps stand die Aufkündigung des Atompakts. Am Ende steht womöglich ein heißer Krieg, den niemand wollen kann. Auch Trump würde zum Feldherr wider Willen.

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