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Kommentar Es gibt kein Zurück beim Konflikt zwischen den USA und China

Auch unter einem US-Präsidenten Biden wird die Auseinandersetzung der Supermächte nicht enden. Sie würde nur auf eine andere Art weitergeführt.
11.10.2020 - 15:13 Uhr Kommentieren
Der Demokrat wird den Druck auf China aufrechterhalten. Quelle: AFP
Joe Biden

Der Demokrat wird den Druck auf China aufrechterhalten.

(Foto: AFP)

Peking Anleger waren am ersten Handelstag nach einer achttägigen Feiertagspause in China in bester Laune: Die chinesische Währung wertete Ende der Woche innerhalb eines Tages so stark auf wie seit vier Jahren nicht, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shenzhen und Schanghai sprang zeitweise zwei Prozent ins Plus.

Für die positive Stimmung gab es einige Gründe – die chinesische Wirtschaft erholt sich, an den zurückliegenden Festtagen spülten massenweise Touristen wieder Geld in die gebeutelte Reisebranche. Ein wichtiger Faktor dürften jedoch auch die positiven Umfragewerte für US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden gewesen sein.

Die Aussicht auf einen US-Präsidenten Biden lässt in China die Märkte frohlocken. Tatsächlich dürfte die Hoffnung durchaus berechtigt sein, dass sich nach einem Wechsel im Weißen Haus die Beziehungen zwischen Washington und Peking wieder ein Stück weit normalisieren werden. Das würde auch der Wirtschaft zugutekommen.

Das China-Bashing unter US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt immer groteskere Züge angenommen. Im Technologiestreit überzieht die Trump-Regierung chinesische Unternehmen mit immer heftigeren Beschränkungen. Der anhaltende Handelsstreit und die damit verbundenen immer neuen Strafzölle hatten der chinesischen Wirtschaft stark zugesetzt.

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    Falls Biden nächsten Monat zum neuen Präsidenten gewählt wird, darf man zu Recht weniger plattes China-Bashing und eine Abkehr vom maßlosen Verteilen von Strafzöllen erwarten.

    Doch man sollte sich nicht täuschen. Auch mit Biden werden die Beziehungen zwischen den Großmächten nicht wieder so wie noch vor ein paar Jahren, bevor Trump ins Amt kam. Die Stimmung in der amerikanischen Bevölkerung gegenüber der chinesischen Regierung ist auf einem Tiefpunkt.

    Mehr Stabilität, gleicher Druck

    Die USA sind wie andere Nationen enttäuscht über die vielen Versprechen, die die chinesische Führung in den vergangenen Jahren beim Marktzugang gebrochen hat. Viele sind entsetzt darüber, wie sich die Lage der Menschenrechte unter Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping immer weiter verschlechtert.

    Ein US-Präsident Biden würde daher zwar deutlich mehr Stabilität als Trump bringen. Der Druck auf China würde jedoch nicht nachlassen. Im Gegenteil: Die unfairen Handelsbeschränkungen für ausländische Unternehmen in China, die breite Bevorzugung von Staatsunternehmen, der erzwungene Technologietransfer, die zahlreichen Menschenrechtsvergehen, Pekings Vorgehen in Hongkong – bei all diesen Themen wird auch Biden nicht lockerlassen. Und er wird es tun, indem er Amerikas alte Alliierte an Bord holt.

    Wer auch immer das Rennen um das Weiße Haus gewinnt – weitere Konflikte zwischen China und den USA stehen bevor.

    Mehr: Donald Trump hat die Rückendeckung durch die Wall Street verspielt

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