Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Es gibt vieles, was Amazon nicht kann

Nur wer andere Wege als Amazon geht, kann sich gegen den Marktführer behaupten. Es gibt vieles, was Amazon nicht bietet – etwa Spaß beim Einkauf.
Kommentieren
Amazon ist für viele Kunden der erste Anlaufpunkt, wenn sie Produkte im Netz suchen. Quelle: dpa
Onlinehandel

Amazon ist für viele Kunden der erste Anlaufpunkt, wenn sie Produkte im Netz suchen.

(Foto: dpa)

Die Kampagne „3... 2... 1... meins!“ hat noch fast jeder im Kopf. Bei Ebay zu kaufen hatte in den frühen Jahren des E-Commerce geradezu Kultstatus. Die Schnäppchenmentalität der deutschen Kunden beförderte noch den Erfolg des US-Unternehmens. Doch 20 Jahre später ist der Konkurrent Amazon locker vorbeigezogen. Gerade für junge Kunden ist die Suchmaske von Amazon häufig erster Anlaufpunkt, wenn sie Produkte im Netz suchen.

Bedeutet das, dass es fast aussichtslos ist, gegen den Marktführer zu konkurrieren? Auf den ersten Blick wirkt es so. Für jeden Onlinehändler lautet die wichtigste Frage: Kann ich etwas leisten, das Amazon nicht auch im Angebot haben kann? Wer das verneinen muss, der kann sicher sein, dass ihn Amazon aus dem Markt drückt.

Doch die gute Nachricht ist: Es gibt vieles, das Amazon nicht kann – oder in absehbarer Zeit nicht leisten wird. Denn so perfekt der Service auf der Plattform ist und so riesig das Sortiment – wirklich Spaß macht das Einkaufen dort nicht. Im Vordergrund steht die funktionale Beschaffung. Das machen sich Anbieter wie AboutYou oder Wish zunutze, die zum Stöbern einladen und auf den Impulskauf setzen.

Damit haben sie gerade bei den jungen Kunden großen Erfolg, für die Shopping eher ein Freizeitvergnügen ist. Gegen Amazon bestehen können auch Händler, die sich auf ein spezielles Segment fokussieren, etwa Luxusmode, Musikinstrumente oder Fahrradzubehör. Sie bieten dem Kunden Kompetenz und Glaubwürdigkeit, die ein Generalist wie Amazon nie erwerben kann.

Das macht es für die Plattform Ebay umso schwieriger, die als Generalist und Marktplatz Amazon gefährlich ähnlich ist. Ihr Erfolgsrezept könnte die Vielfalt sein, denn mit ihren mehr als drei Millionen Verkäufern, darunter viele Privatleute, hat sie das originellste Sortiment im Netz. Wenn sie es jetzt noch schafft, das so zu präsentieren, dass das Shoppen zum Vergnügen wird, hat auch sie auf Dauer eine Chance gegen Amazon.

Mehr: Gegen die Übermacht von Amazon kommen inzwischen auch kleinere Onlinehändler kaum noch an. Doch es gibt durchaus erfolgreiche Überlebensstrategien.

Startseite

Mehr zu: Kommentar - Es gibt vieles, was Amazon nicht kann

0 Kommentare zu "Kommentar: Es gibt vieles, was Amazon nicht kann"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote