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Kommentar Es riecht nach Bullenfalle an den Börsen

Nach dem jüngsten Kursrutsch infolge des Coronavirus greifen manche Anleger zu. Das könnte ein Fehler sein, denn es lauern noch andere Gefahren.
28.01.2020 - 14:01 Uhr Kommentieren
Angreifen oder abwarten – das fragen sich gerade viele Anleger. Quelle: dpa
Bulle vor der New York Stock Exchange

Angreifen oder abwarten – das fragen sich gerade viele Anleger.

(Foto: dpa)

Es gehört zu den Ritualen am Aktienmarkt, dass Fondsmanager und andere Finanzprofis recht schnell „günstige Einstiegspreise“ sehen, wenn die Kurse auf Talfahrt gehen. Das wird auch jetzt wieder der Fall sein, wenn sich die negativen Schlagzeilen zum Coronavirus häufen und die Aktienkurse weiter unter Druck bleiben. Offenbar greifen auch jetzt schon besonders wagemutige Investoren zu.

Denn der Dax hat sich bereits am Dienstag zumindest etwas stabilisieren können, nachdem er am Montag fast drei Prozent verloren hatte. Aber – soll man jetzt wirklich zugreifen, oder ist das Ganze nicht eine Bullenfalle, in die nun die Optimisten hineintappen?

Wahrscheinlich ist der Anleger gut beraten, wenn er sich nicht zu schnellen Käufen verleiten lässt. Zur Einschätzung der Lage ist eine Studie der Deutschen Bank hilfreich, die sehr tief in die Analyse der momentanen Pandemie einsteigt.

So habe 2003 bei der Sars-Seuche die Sterberate bei 9,6 Prozent gelegen, beim Coronavirus liege sie bei 2,8 Prozent. Zum Vergleich: die jährliche Grippewelle hat eine Mortalitätsrate von durchschnittlich 0,1 Prozent. Allerdings verbreitet sich das Virus gegenwärtig offenbar sehr viel schneller als Sars. Was zudem viele Experten besonders beunruhigt ist die Tatsache, dass es eine lange Inkubationszeit gibt, in der keine Symptome der Krankheit erkennbar sind.

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    Für abschließende Empfehlungen ist das alles noch zu frisch, aber nach einer nur kurzfristigen Gefährdungslage hört sich das nicht an. China wird monatelang mit den Folgen beschäftigt sein, die prognostizierten sechs Prozent Wirtschaftswachstum wackeln und damit sind auch die Gewinnprognosen der westlichen Konzerne mit starkem Asien-Geschäft in Gefahr.

    Und weil wir gerade bei Gefahren sind: am kommenden Montag starten die Vorausscheidungen der Demokraten für die Präsidentschaftswahl in den USA. Sollte der eher radikal auftretende Bernie Sanders gewinnen, dürften die Märkte auf dem falschen Fuß erwischt werden, meinen die Analysten vom Deutsche Bank Research.

    Alles keine Gründe, jetzt zum Einstieg am Aktienmarkt zu blasen. Sollte man wirklich den Einstieg verpassen, so ist das ärgerlich. Eine echte Bullenfalle ist dagegen schmerzhaft teuer und kostet richtig Geld.

    Mehr: Die Risiken bei Aktien steigen – aber Alternativen fehlen, meint Ulf Sommer.

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