Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Europa muss am Impfstoff-Wettlauf teilnehmen – aber auf faire Bedingungen achten

Die Staaten in Europa müssen ihre Kräfte bündeln. Das Vorgehen der USA lässt ihnen keine Wahl. Die Methoden von Trump darf die EU aber nicht kopieren.
04.06.2020 - 19:28 Uhr Kommentieren
Die europäischen Staaten schmieden eine Allianz auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Quelle: action press
Virologin

Die europäischen Staaten schmieden eine Allianz auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus.

(Foto: action press)

Als zu Beginn der Corona-Pandemie weltweit die medizinischen Schutzausrüstungen knapp wurden, rauften sich Unternehmen und Staaten um die verbleibenden Bestände chinesischer Produzenten. Das Hauen und Stechen droht sich nun bei der Versorgung mit Impfstoffen zu wiederholen.

US-Präsident Donald Trump fährt die Ellenbogen aus und pumpt Milliarden in die Forschung von Pharmakonzernen – mit der Bedingung, dass zunächst einmal so viele Dosen wie möglich an die Vereinigten Staaten gehen.

China spricht zwar von Impfstoffen als „globales öffentliches Gut“, die Führung in Peking agierte in der Pandemie bislang allerdings alles andere als vertrauenswürdig. Die von Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden geschlossene Impfstoff-Allianz kommt gerade noch zur rechten Zeit. Wenn die Europäische Union am Ende nicht hinten in der Schlange warten will, muss sie jetzt auch mit finanzieller Unterstützung und Abnahmegarantien Drähte in die Pharmabranche aufbauen.

In einer perfekten Welt würde die Staatengemeinschaft mit Partnern aus der Industrie Impfstoffe gegen ein neuartiges Virus entwickeln, herstellen und gerecht verteilen – doch leider lassen die geopolitischen Realitäten keine andere Möglichkeit zu, als bei dem Wettlauf um die Vakzinationen mitzumachen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Nur weil sich die Allianz der vier EU-Staaten auf das zynische Spiel einlässt, bedeutet das aber nicht, dass sie auch die unfairen Methoden kopieren muss. In ihrem Brief an die Kommission in Brüssel formuliert die Vierergruppe das Ziel, die Versorgung „in der EU und darüber hinaus“ zu ermöglichen.

    An diesem Anspruch wird sich Europa messen lassen müssen: Sobald Impfstoffe verfügbar sind, sollten sie nicht nur über einen transparenten Schlüssel an alle Mitgliedstaaten verteilt werden. Ein Teil der von den Europäern gesicherten Dosen muss auch unverzüglich an Menschen in besonders verwundbaren Ländern gehen, etwa auf dem afrikanischen Kontinent.

    Mehr: Kampf um Corona-Impfstoff: Deutschland schmiedet Anti-Trump-Allianz.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Europa muss am Impfstoff-Wettlauf teilnehmen – aber auf faire Bedingungen achten
    0 Kommentare zu "Kommentar: Europa muss am Impfstoff-Wettlauf teilnehmen – aber auf faire Bedingungen achten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%