Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Europa muss Kritik der Schwellenländer ernst nehmen

Beim G20-Gipfel wurde in Sachen Finanz- und Wirtschaftskrise der Schwarze Peter fleißig herumgereicht. Die Kritik der USA und Großbritannien an der EU ist im Gegensatz zur Kritik der Schwellenländer scheinheilig.
20.06.2012 - 00:00 Uhr 1 Kommentar
Der Autor leitet das Ressort Meinung & Analyse. Quelle: Pablo Castagnola

Der Autor leitet das Ressort Meinung & Analyse.

(Foto: Pablo Castagnola)

Als die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im Herbst 2008 in Washington zu ihrem ersten Krisengipfel zusammenkamen, herrschte noch große Eintracht in der sogenannten G20. Viereinhalb Jahre sowie eine Finanz-, Wirtschafts- und jetzt Schuldenkrise später herrscht offene Zwietracht zwischen den großen Wirtschaftsmächten.

Die lässt sich auch von den schönen Worten des Abschlusskommuniqués aus Los Cabos/Mexiko nicht verdecken. Spaltpilz ist der Streit darüber, wie der ausufernden Schuldenkrise in Europa am besten zu begegnen ist. Statt vereint die Weltwirtschaft an einem Strang aus dem Schuldenmorast zu ziehen, spielte man in Mexiko lieber Schwarzer Peter. Mogeln inklusive.

So ist es schon ziemlich scheinheilig, wenn Amerikaner und Briten vom Gipfel ihres eigenen Schuldenberges die Europäer abkanzeln. Eine Zahl reicht, um das falsche Spiel als solches zu entlarven: Während das Haushaltsdefizit der USA und Großbritanniens bei etwa acht Prozent liegt, schaffen es die Euro-Länder gemeinsam immerhin fast auf drei Prozent. Zufrieden sein kann Europa damit jedoch nicht.

Denn, und hier sticht die angelsächsische Karte, Europas Problem ist eben seine Uneinigkeit. Ernsthafter sollten die Europäer aber die Kritik aus den großen Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas nehmen. Erstens wissen diese Länder, wovon sie sprechen. Haben die meisten doch selbst brutale Finanz- und Schuldenkrisen mit Staatspleiten und harten Sparprogrammen durchgestanden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Es ist deshalb fehl am Platze, wenn die Europäer vom hohen Ross des Westens auf die Newcomer hinabblicken. Denn Staaten wie Griechenland und Spanien sind längst in einer ähnlich dramatischen Finanzverfassung wie Entwicklungsländer.

    Das G20-Forum bleibt wichtig
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Kommentar - Europa muss Kritik der Schwellenländer ernst nehmen
    1 Kommentar zu "Kommentar: Europa muss Kritik der Schwellenländer ernst nehmen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • ich teile ihre einsichten, aber europas verantwortungslosigkeit in form von personalschacher ala hollande ist wohl auch systemrelevant.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%