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Kommentar Europäische Hersteller dürfen Tesla nicht davonziehen lassen

Tesla will in Deutschland Auto-Batterien herstellen. Gut, dass Wirtschaftsminister Altmaier trotzdem eine europäische Produktion fördern will.
14.11.2019 - 13:00 Uhr Kommentieren
In Deutschland will Tesla seine vierte Batterie-Produktion errichten. Quelle: Reuters
Tesla-Gigafactory in Schanghai

In Deutschland will Tesla seine vierte Batterie-Produktion errichten.

(Foto: Reuters)

Tesla-Chef Elon Musk ist ein begnadeter Vermarkter seiner Ideen. Für die erste Batteriefabrik seines Unternehmens erfand er den Begriff „Gigafactory“.

Damit will er unterstreichen, dass dort jährlich Batterien mit der Kapazität von mehreren Gigawattstunden (GWh) hergestellt werden. Etwa 35 GWh sind das Produktionsziel pro Fabrik. Eine Gigafactory soll nun auch in Brandenburg entstehen, plus Autofertigung.

Wie viele Gigafactories braucht die Welt? Und soll die Bundesregierung noch bis zu einer Milliarde Euro öffentlicher Mittel in den Aufbau einer Batteriezellfertigung stecken, wenn Musk auch ohne diese Hilfe an den Start geht?

Über die grundsätzliche Frage, ob der Staat überhaupt den Aufbau irgendeiner Fertigung fördern soll, kann man trefflich streiten. Es besteht natürlich immer die Gefahr, dass die Politik auf Kosten der Steuerzahler die Subventionsruinen von morgen bezahlt.

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    Andererseits ist Dogmatismus in einer sich rasant verändernden Welt kein guter Ratgeber. Man darf dem Staat durchaus zutrauen, manchmal den richtigen Riecher zu haben. Das Risiko des Scheiterns seiner Bemühungen muss man dabei in Kauf nehmen.

    Grafik

    Dass Musk nun nach Brandenburg gehen will, ist ein Argument für den Aufbau eigener Batteriefabriken durch europäische Hersteller – und keines dagegen.

    Viele Marktanalysen gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Batterien in den kommenden Jahren exponentiell steigen wird. Es wäre töricht, dieses Feld Musk und den asiatischen Batterieherstellern zu überlassen.

    Ein ganz wesentlicher Teil der Wertschöpfung eines Elektroautos steckt nun einmal in dessen Batterie. Die europäischen Hersteller sind gut beraten, hier eigene Kompetenz zu entwickeln.

    Noch vor ein paar Monaten mussten sich die Hersteller zum Jagen tragen lassen. Mittlerweile haben sie erkannt, dass sie mit dem von der Politik voran getriebenen Markthochlauf der Elektromobilität vor gigantischen Herausforderungen stehen.

    Zwei Konsortien aus vielen Dutzend Unternehmen haben sich bereits um Altmaiers Förder-Milliarde beworben. Gut so. Hoffentlich setzen sie ihre Pläne bald in die Tat um.

    Mehr: Neues Tesla-Werk: Warum Berlin-Brandenburg etablierte Auto-Regionen ausgestochen hat.

    „Teslas Ankündigung ist eine klare Stärkung für den Standort Deutschland“

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