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Kommentar Europäische Regelungen für Kryptosparpläne sind realitätsfern

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin kann bei der Regulierung von Kryptowährungen alleine wenig ausrichten. Anlegern bleibt damit nur eine Möglichkeit.
16.08.2018 - 19:50 Uhr Kommentieren
Beim Bitcoin hat die Bafin eine konservative Herangehensweise. Quelle: Moment/Getty Images
Kryptowährungen

Beim Bitcoin hat die Bafin eine konservative Herangehensweise.

(Foto: Moment/Getty Images)

Dass Finanzkonzerne unterschiedliche Regeln in verschiedenen Staaten ausnutzen, ist seit Jahren Realität. Dass sie darüber so offen sprechen wie das Fintech Savedroid, ist sehr selten. Die Frankfurter Firma möchte Sparpläne für Kryptowährungen auflegen.

Doch weil die Finanzaufsicht Bafin bei dem Thema relativ streng ist, bemüht sich die Firma um eine Lizenz in weniger strengen Ländern wie Malta, Zypern oder Lichtenstein. Damit könnte Savedroid im Rahmen des EU-Binnenmarkts seine Kryptosparpläne dann auch in Deutschland anbieten.

Das Vorgehen unterstreicht, dass die Warnungen vor Aufsichtsarbitrage – etwa im Zuge des Brexit – ernst zu nehmen sind. Schon kleine Regelabweichungen können dazu führen, dass sich Unternehmen in Land A statt in Land B ansiedeln.

Darüber hinaus zeigt der Fall den begrenzten Einfluss von nationalen Aufsichtsbehörden in der EU. Angesichts der Schwankungen und Betrugsfälle im Geschäft mit Bitcoins ist es gut, dass die Bafin bei dem Thema eine konservative Herangehensweise wählt. Doch sie kann wenig machen, wenn Firmen dann mit Lizenzen aus Malta oder Zypern in Deutschland um Kunden werben.

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    Es wäre nun einfach, nach einheitlichen europäischen Reglungen zu rufen. Doch es wäre auch realitätsfern. Zum einen ist es aufgrund der unterschiedlichen Einstellungen zu Kryptowährungen innerhalb der EU extrem schwierig, sich rasch auf einheitliche Regeln zu verständigen. Zum anderen hat sich in bestimmten Bereichen auch Deutschland Sonderregelungen ausbedungen, etwa beim Umgang mit Sparkassen. Und wer bei einem Thema Heterogenität fordert, kann bei einem anderen schlecht auf mehr Homogenität drängen.

    Anlegern bleibt deshalb nichts anderes übrig, als darauf zu achten, von wem Finanzfirmen überwacht werden. Dabei liegt es auf der Hand, dass gut ausgestattete Behörden in Deutschland oder Frankreich Unternehmen genauer auf die Finger schauen können als ihre Pendants aus EU-Zwergstaaten.

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