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Kommentar Europas Luftfahrt braucht mehr Champions

Die Verkaufsgerüchte um TAP aus Portugal zeigen: Die europäische Luftfahrt ist immer noch zu kleinteilig. Konsolidierung ist dringend nötig.
26.02.2020 - 17:26 Uhr Kommentieren
Nur mit Wachstum können sich die Airlines behaupten. Quelle: dpa
Lufthansa

Nur mit Wachstum können sich die Airlines behaupten.

(Foto: dpa)

Lufthansa ist an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP interessiert. Das ist wenig überraschend. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat wieder und wieder klargemacht, dass die nach Umsatz größte europäische Fluggesellschaft der Konsolidierer der Branche sein soll.

Doch unabhängig davon, was am Ende aus der Idee werden wird – das Beispiel zeigt: Die europäische Luftfahrt ist immer noch zu fragmentiert. Gerade kleinere Airlines geraten bei den widrigen Rahmenbedingungen in Schwierigkeiten. In den letzten Wochen sind zum Beispiel die britische Flybe und die italienische Air Italy in eine bedrohliche Schieflage geraten oder mussten gar den Betrieb einstellen.

Wir müssen die Champions in der europäischen Luftfahrt stärken und mehr Konsolidierung erlauben. Ideen gibt es genug. Doch häufig scheiterten die Übernahmepläne an kartellrechtlichen Hürden. Die Kartellwächter schauen bei der Prüfung sehr stark auf die Folgen für den Verbraucher. In den zurückliegenden Jahren hat der starke Wettbewerb in Europa dazu geführt, Fliegen so günstig wie noch nie zu machen. Das will man bewahren.

Doch die Frage ist, ob in der Vergangenheit nicht zu rigoros vorgegangen wurde. Was nützt der beste Verbraucherschutz, wenn eine Airline aufgeben muss und der Fluggast strandet.

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    Hinzu kommt: Airlines schauen sich die Wirtschaftlichkeit von Strecken sehr genau an. Die EU-Kommission verbot Lufthansa zum Beispiel die Übernahme von Air Berlin „in toto“. Teile gingen an Easyjet. Doch der britische Billigflieger stellt nun eine der beliebten früheren Air Berlin-Strecken ein: die zwischen Frankfurt und Berlin.

    Für Verfechter der bisherigen Kartellentscheidungen mag das ein Beleg dafür sein, dass Lufthansa zu mächtig ist und den Rivalen rausgeboxt hat. Doch man kann die Entscheidung auch anders interpretieren: Der Plan der Kartellhüter, den Wettbewerb mit aller Macht hoch zu halten, ist an dieser Stelle gescheitert.

    Mehr: Die Lufthansa könnte TAP übernehmen. Doch vor einem Einstieg müssten einige Hürden genommen werden.

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