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Kommentar Facebook gegen Trump: Die endgültige Verbannung des Ex-Präsidenten ist notwendig

Trump hat sein Recht verwirkt, die Plattform ungefiltert für sich zu nutzen. Kann er den Kanal nicht mehr bespielen, wird sein Einfluss auf künftige Wahlkämpfe der Republikaner eingeschränkt.
06.05.2021 - 10:54 Uhr Kommentieren
Ex-Präsident Donald Trump bleibt bei Facebook ausgesperrt – vielleicht für immer. Quelle: Reuters
Trump

Ex-Präsident Donald Trump bleibt bei Facebook ausgesperrt – vielleicht für immer.

(Foto: Reuters)

Die Facebook-Seite von Donald Trump bleibt vorerst eingefroren. Klickt man sie an, kann man seine letzten Einträge vom 6. Januar lesen: der Tag, an dem Tausende Fanatiker das Kapitol stürmten, angestachelt vom damaligen Präsidenten persönlich.

Dass Trump nach vier Monaten erzwungener Funkstille zunächst gesperrt bleibt, ist die richtige Entscheidung. Noch besser wäre es gewesen, ein für alle mal klar zu machen, wie die größte Social-Media-Plattform zu einem der größten Gefährder für die Demokratie steht. In sechs Monaten will Facebook erneut prüfen.

Das ist überflüssig und gibt Trump und seinen Anhängern nur noch mehr Futter, sich als Märtyrer der sogenannten „Cancel Culture“ zu inszenieren. 

Dabei gibt Trump weiterhin reichlich Interviews, sein Büro in Mar-a-Lago und sein Spendenverbund „Save America PAC“ und sein Büro verschicken Nachrichten per E-Mail und haben eine neue Website aufgebaut.

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    Trump darf also sagen, was er will. Aber er darf es nicht überall sagen – und das ist gut so. Die Welt hat gesehen, wozu der Ex-Präsident fähig ist. Bis heute hat er keine Reue gezeigt, noch immer bezeichnet er die Präsidentschaftswahlen als größten Betrug der Geschichte.

    Facebooks vorläufige Entscheidung ist ein Politikum

    Am Ende ist Facebook ein privates Unternehmen, das selbst entscheiden kann, wen es vor die Tür setzt. Eine Studie fand kürzlich heraus, dass ein Großteil der Desinformation über das Coronavirus, die auf Facebook kursiert, von einer Handvoll Nutzer verbreitet wird. Insofern kann es durchaus einen Effekt haben, einzelne Personen zu sperren, sofern es gute Gründe dafür gibt.

    Trump hat sein Recht verwirkt, die Plattform ungefiltert für sich zu nutzen. Mit „mundtot machen” hat das nichts zu tun. Trump standen alle Türen offen: im Netz, auf Gipfeln, in stickigen Mehrzweckhallen. Sobald er wach war, gehörte die Aufmerksamkeit der Welt ihm. 

    Wenn sich jemand nicht über zu wenig Bühne beschweren kann, dann Donald Trump. Dass es jetzt ruhiger um ihn geworden ist, liegt nicht nur an den Konsequenzen von Twitter, Facebook und Co., sondern auch daran, dass er abgewählt wurde. Es macht einen Unterschied, ob ein wütender Mann den Nuklearkoffer in Reichweite hat oder mit Golfkäppi im Strandparadies sitzt. 

    Die vorläufige Entscheidung von Facebook ist dennoch ein Politikum. Klassische Medien, insbesondere das Fernsehen, machten Trump populär. Twitter war sein Lautsprecher, und Facebook essenziell für Wahlkampagnen und Spenden.

    Kann er letzteren Kanal nicht mehr bespielen, wird sein Einfluss auf künftige Wahlkämpfe der Republikaner eingeschränkt. Zumindest teilweise – denn der Trumpismus lebt auch ohne Facebook-Profil weiter: in der Partei, im Kongress, im ganzen Land.

    Mehr: Trump bleibt auf Facebook gesperrt – Erneute Prüfung binnen sechs Monaten

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