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Kommentar Facebook lebt von der Bequemlichkeit seiner Nutzer

Facebook will mit Banken kooperieren – das löst zu Recht Bedenken aus. Doch am Ende muss jeder Nutzer entscheiden, wo für ihn die Grenze ist.
07.08.2018 - 16:46 Uhr Kommentieren
Immer, wenn Facebook eine Weiterentwicklung des Geschäftsmodells ankündigt, sind die Bedenken groß. Quelle: Reuters
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Immer, wenn Facebook eine Weiterentwicklung des Geschäftsmodells ankündigt, sind die Bedenken groß.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Wieder einmal schlägt Facebook zu und beweist, dass die Möglichkeiten, aus dem sozialen Netzwerk mit all seinen Diensten Geld zu machen, noch lange nicht ausgeschöpft sind. Jetzt will Konzernchef Mark Zuckerberg offenbar an die Finanzdaten seiner Nutzer herankommen. Doch bevor die Kritiker wieder die Metapher von der finsteren Datenkrake bemühen, ist es an der Zeit, das eigene Nutzungsverhalten zu überdenken.

Die Meldung ließ aufhorchen: Das „Wall Street Journal“ berichtete, Facebook habe bei großen US-Banken nachgefragt, ob sie Informationen zur Verfügung stellen können, wie und wo die Nutzer mit ihren Debit- und Kreditkarten einkaufen. Der Bericht verwies darauf, dass die Finanzwirtschaft Bedenken wegen der Datensicherheit habe.

Stimmt so nicht, dementierte Facebook. Man wolle Banken bestimmte Dienstleistungen zur Kundenbetreuung anbieten, frage aber dabei nicht aktiv nach Finanzdaten von Nutzern.

Experten sehen in dem Vorstoß von Facebook eine logische Weiterentwicklung, schon heute begegnen dem Nutzer auf der Plattform etwa personalisierte Anzeigen, die uns zum Shopping einladen. Warum sollten da nicht auch Finanzgeschäfte oder die Abfrage des Kontostands möglich sein?

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    Doch wie immer, wenn Facebook eine Weiterentwicklung des Geschäftsmodells ankündigt, sind die Bedenken groß. Zu Recht: Schließlich ist der Datenskandal um die Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahlen noch gar nicht so lange her.

    Aber wer immer nur die Sammelwut von Facebook anprangert, der macht es sich zu leicht. Schließlich nutzen bereits heute viele User die Möglichkeit, sich bei anderen Diensten über ihr Konto bei Facebook oder Google einzuloggen.

    Ein Klick genügt, und schon lässt sich das schöne Paar Schuhe kaufen, das uns da so passend im Newsfeed angeboten wurde. Ganz bequem, ohne mühselig ein neues Benutzerkonto mit Passwort und E-Mail anzulegen.

    Und natürlich entstehen daraus wertvolle Daten für die Anbieter dieses Log-ins. Es ist diese verführerische Bequemlichkeit, mit der Unternehmen wie Facebook oder Google Daten sammeln und daran verdienen.

    Hand aufs Herz: Wer war nicht empört über die Enthüllungen um die Weitergabe von Daten an Cambridge Analytica und hat danach doch die nächste Ferienwohnung über Facebooks Log-in-Funktion gebucht? Wer sich über Datensammelei empört, darf die Verantwortung nicht auf die Konzerne abwälzen, deren Geschäftsmodell darauf beruht.

    Er muss sich die Frage gefallen lassen, ob er sich mit seinem eigenen Verhalten nicht selbst zum gläsernen Internetnutzer macht, weil er die komfortablen Angebote der Konzerne nicht mehr missen will.

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