Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Familienunternehmen sollten ihre Tradition nicht zum Geschäftsmodell erklären

Große Familienclans sollten ständig ihre Beteiligungen überprüfen und Geschäftsmodelle verändern. Haniel-Chef Gemkow hat genau das getan.
27.08.2018 - 18:17 Uhr Kommentieren
Der Haniel-Chef hat den Verkauf des Metro-Anteils langfristig angedeutet. Quelle: dpa
Stephan Gemkow

Der Haniel-Chef hat den Verkauf des Metro-Anteils langfristig angedeutet.

(Foto: dpa)

Der Verkauf des Metro-Anteils durch Haniel ist bei genauem Blick keine große Überraschung. Der Schritt hatte sich vielmehr abgezeichnet und folgt einer Logik, die nicht nur für das Duisburger Familienunternehmen gilt. Haniel-Chef Stephan Gemkow hat diesen Schritt langfristig angedeutet.

Zunächst wurde die Metro-Beteiligung reduziert und als reine Finanzbeteiligung geführt. Damit setzte er erste Signale. Zuletzt dann äußerte er sich unzufrieden im Frühjahr über den schwächelnden Aktienkurs der abgespaltenen Metro AG.

Gemkow folgt als Manager eines immerhin mehr als 680 Mitglieder zählenden Familienclans einer klaren Strategie. Und die heißt Diversifikation und ständige Überprüfung des Portfolios. So hat der Konzern immer gehandelt. Und das kann wie nun im Fall Metro bedeuten, dass man sich von einem Unternehmen trennt, dem man 50 Jahre verbunden war und mit dem man teilweise sogar den Chef teilte.

Sicher, mit so einer Tradition lässt sich nicht einfach brechen. Aber es ist die richtige Entscheidung. Haniel muss dafür sorgen, dass eine stetig wachsender Zahl von Gesellschaftern mit ausreichender Dividende versorgt wird. Das bedeutet, dass die Beteiligungen zur Strategie passen und ausreichend Wachstum und Gewinne versprechen. Ist das nicht mehr gegeben, muss er ohne Sentimentalität das Portfolio neu sortieren.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Auch für die Zukunft heißt das: Bei Haniel werden Firmen kommen und gehen und sich Gewichte verschieben. Gut möglich, dass auch andere Beteiligungen einmal zur reinen Finanzbeteiligung degradiert werden, aber neben Verkäufen sind auch Börsengänge denkbar.

    Wer glaubt, Familienunternehmen halten auf Biegen und Brechen an ihren Beteiligungen fest, der irrt. Langfristiger Erfolg stellt sich nur ein, wenn sich Geschäftsmodelle verändern und nicht Tradition zum Geschäftsmodell erklärt wird. Für die großen Familienclans gilt das besonders, weil die Zahl der Gesellschafter stetig wächst.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Familienunternehmen sollten ihre Tradition nicht zum Geschäftsmodell erklären
    0 Kommentare zu "Kommentar: Familienunternehmen sollten ihre Tradition nicht zum Geschäftsmodell erklären"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%