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Kommentar Finanzdienstleister Klarna setzt deutsche Banken mit seinem Girokonto-Plan unter Druck

Wer den Kampf ums Girokonto gewinnt, gewinnt nicht nur wichtige Daten der Kunden. Nun tritt mit Klarna ein neuer Mitspieler auf diesem umkämpften deutschen Bankenmarkt.
18.11.2020 - 21:00 Uhr Kommentieren
Wer den Kampf ums Girokonto gewinnt, gewinnt nicht nur wichtige Daten über Gehalt und Ausgabeverhalten. Quelle: Reuters
Schriftzug des Finanzdienstleisters Klarna

Wer den Kampf ums Girokonto gewinnt, gewinnt nicht nur wichtige Daten über Gehalt und Ausgabeverhalten.

(Foto: Reuters)

Berlin Jetzt macht der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna ernst. Das Technologieunternehmen will in Deutschland seinen Kunden ein Girokonto anbieten. Das ist eine Kampfansage an die etablierten Banken, die sowieso schon von allen Seiten unter Druck stehen. Dauerniedrigzinsen lassen die Erträge seit Jahren erodieren.

Dazu kommen die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise. Zudem machen immer mehr Neo-Banken den privaten Geldhäusern, Sparkassen und Genossenschaftsinstituten das Brot-und-Butter-Geschäft streitig.

Und jetzt müssen sich die Banken auch noch mit Angreifern aus der Zahlungs- und Technologieszene wie Klarna herumschlagen. Allerdings schaute die hiesige Bankenwelt bislang weniger gen Norden als über den Atlantik. Schließlich machen die US-amerikanischen Internet- und Tech-Konzerne Google, Apple, Amazon und Facebook schon lange keinen Hehl mehr aus ihrem Interesse am Finanzgeschäft.

Mit der Attacke von Klarna stellt sich für die Banken jetzt die Gretchenfrage. Wo liegt ihr Alleinstellungsmerkmal? Warum soll man sich für das Girokonto einer Genossenschaftsbank, einer Sparkasse oder einer privaten Bank entscheiden?
Verbraucher kennen Klarna vom Onlineshopping.

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    Wenn der Kunde den Schweden beim Bezahlen seiner Rechnungen vertraut, warum dann nicht auch beim Konto? Hier zeigt sich wieder einmal, wie fatal es für die Banken war, den Zahlungsverkehr anderen Wettbewerbern zu überlassen. Versuche der Banken, Marktanteile von Wettbewerbern wie Paypal zu gewinnen, sind kläglich gescheitert.

    Banken setzen auf Kundentreue – und das noch erfolgreich

    Noch können Banken vielleicht auf die Treue ihrer älteren Kunden setzen. Aber wie sieht es mit der Generation Z aus, den um die Jahrtausendwende geborenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen? Digitale Angebote, die mit dem Smartphone bequem zu bearbeiten sind, werden eindeutig dominieren. Von wem diese Angebote kommen, ist sekundär, Filialen dürfte diese neue Kundengeneration als weitgehend überflüssig ansehen.

    Wer den Kampf ums Girokonto gewinnt, gewinnt nicht nur wichtige Daten über Gehalt und Ausgabeverhalten. Er wird in der Regel auch erster Ansprechpartner der Kunden für Versicherungen, Sparkonten, Kredite, Altersvorsorge- und Investmentprodukte sein.

    Für die meisten Menschen in Ländern wie Deutschland ist ein Smartphone mittlerweile unentbehrlich, für Banken gilt das längst nicht mehr. Es deutet alles darauf hin, dass es noch ungemütlicher wird für die klassischen Geldhäuser. Aber noch ist der Kampf um das Girokonto nicht entschieden.

    Mehr: Klarna-Chef will mit neuem Kapital auch neue Bankprodukte anbieten

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