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Kommentar Fintechs und Banken sollten ihre Konkurrenzkämpfe beilegen

Schluss mit der Konkurrenz zwischen Banken und Finanz-Start-ups: Jüngste Beispiele zeigen, dass von Kooperationen besonders die Kunden profitieren.
14.07.2020 - 17:05 Uhr Kommentieren
Neueste Kooperation: Die Bank nutzt die Technologie von Scalable Capital. Quelle: Reuters
Barclays

Neueste Kooperation: Die Bank nutzt die Technologie von Scalable Capital.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Das Feindbild des wendigen Finanz-Start-ups, das sich mit seiner modernen Technologie zwischen die etablierten Banken und ihre Kunden drängt, ist längst überholt. Selbst für solche Fintechs, die tatsächlich als Angreifer gestartet sind, gewinnt die Kooperation mit traditionellen Finanzdienstleistern an Bedeutung.

Jüngstes Beispiel: der digitale Vermögenverwalter Scalable Capital. Das Start-up aus München wollte zunächst auf eigene Faust die Geldanlage revolutionieren. Schnell wurde jedoch eine Partnerschaft mit der ING zu einem wichtigen Wachstumstreiber und inzwischen liefert Scalable seine Technologie auch als sogenannte Whitelabel-Lösung an Finanzinstitute. Zu den Kunden zählt neben der Targobank und der Santander-Tochter Openbank seit Dienstag auch die britische Barclays.

Von solchen Kooperationen können alle Beteiligten profitieren: Die Banken behalten ihre Kunden, die Fintechs generieren regelmäßige Einnahmen über das Bereitstellen ihrer Technologie und die Kunden können auf moderne Finanzdienstleistungen zugreifen, ohne ihre Bank wechseln zu müssen.

Auch abseits der Vermögensverwaltung sind Fintechs mit ihren innovativen Technologien gefragte Partner. Zum Beispiel beim komplexen Angebot der Lieferantenfinanzierung. Hier vertraut etwa die Hypo-Vereinsbank seit Kurzem auf Taulia. Das Start-up aus den USA dockt an die Buchhaltung von finanzierungsbedürftigen Firmen an, zieht dort die nötigen Daten heraus und analysiert diese automatisch. Eine solche Technologie könnte ein Bankhaus nicht mal eben selbst entwickeln.

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    Doch auch Banken können in Kooperationen einiges einbringen. Zum einen ihren Kundenstamm und den Zugang zu diesen Kunden. Was den jungen Herausforderern oftmals fehlt, ist aber auch der Status eines regulierten Instituts oder einer Hausbank. Das hat sich jüngst während der Hochphase der Coronakrise gezeigt.

    Klare Rollenverteilung ist verschwunden

    Eine Kooperation ist dabei besonders hervorgetreten: Die Volksbank Bielefeld-Gütersloh arbeitet mit dem Geschäftskonten-Anbieter Penta zusammen. Hier war es mal nicht in erster Linie die Bank, die es auf eine moderne Technologie abgesehen hatte.

    Vielmehr durfte das Fintech mangels Hausbankstatus keine Corona-Schnellkredite der KfW vergeben. Zumindest in der Region Bielefeld-Gütersloh entstand durch die Kooperation eine Lösung: Penta-Kunden können ohne neue Kontoeröffnung einen KfW-Kredit bei der Volksbank erhalten.

    Die Beispiele zeigen: Neben dem Feindbild ist längst auch eine klare Rollenverteilung im Verhältnis zwischen Bank und Fintechs verschwunden. Sie können einander gegenseitig helfen, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Und wenn es funktioniert, profitieren auch die Kunden.

    Mehr: Kooperationen werden für Banken und Fintechs immer wichtiger – und für deren Kunden

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