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Kommentar Flugticket-Vorkasse: Wackelt das Kartell der Unwilligen?

Trotz unzähliger Flugausfälle halten die Airlines an der Ticket-Vorkasse fest. Doch Reiseveranstalter haben bewiesen, wie sinnvoll es ist, auf starre Bezahlregeln zu verzichten.
01.08.2022 - 14:58 Uhr Kommentieren
Viele Airline-Kunden werden wegen der Ticket-Vorauszahlungen zu missbrauchten Kreditgebern der Luftverkehrsbranche. Quelle: dpa
Flugausfälle der Lufthansa in München

Viele Airline-Kunden werden wegen der Ticket-Vorauszahlungen zu missbrauchten Kreditgebern der Luftverkehrsbranche.

(Foto: dpa)

Winglets an den Flügelspitzen, die den Flug leiser und sparsamer machen, E-Fuels und Bio-Kerosin für den Klimaschutz, Algorithmen, mit denen Verkehrsflugzeuge bald autonom fliegen sollen – keine Branche giert derart nach Innovationen wie die Luftfahrt. Doch geht es ums Bezahlen der Flugtickets, schaltet die Branche geschlossen zurück ins Mittelalter.

Bezahlt werden muss die Reise häufig weit im Voraus, was Passagiere in finanzielle Abhängigkeit von Airlines bringt, deren Bonität sie nicht einmal erahnen können. Hinzu kommt in diesen Wochen – wieder einmal – die Unsicherheit, ob ihr Flug am Ende überhaupt stattfindet.

„Das System aber als solches: Es funktioniert“, behauptet der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft jetzt ungerührt in einer Stellungnahme. Wie vom Gesetz gefordert, erhielten Fluggäste, deren Flug ausgefallen ist, in Deutschland ihr Geld „im Normalfall“ nach sieben Tagen zurück. Fragt sich nur, weshalb hierzulande etliche Fluggastrechte-Portale mit Hunderten Mitarbeitern gutes Geld verdienen.

Wollen sich die Airlines nicht dem Vorwurf aussetzen, als Kartell der Unwilligen um alte Pfründe zu kämpfen, sollten sie sich einen Blick auf die Reiseveranstalter gönnen. Auch dort hatte sich die Branche jahrzehntelang geschlossen geweigert, Kunden bei den Buchungsregeln entgegenzukommen. Wer seinen Urlaub gebucht und angezahlt hatte, kam aus dem Vertrag kaum noch oder nur gegen hohe Gebühren wieder heraus. Selbst manche Airlines waren da kulanter.

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    Als in der Pandemie Reiseveranstalter wie DER Touristik von ihrem bis dahin verteidigten Buchungsmodell abrückten, brach das Anbieterkartell wie ein Kartenhaus zusammen. Fast alle offerieren heute, meist mit geringem Aufschlag, erfolgreich flexible Stornobedingungen und Geld-zurück-Garantien.

    Auf die Luftfahrt übertragen stellt sich damit nur noch die Frage: Welche Airline bucht als erste das Geld erst dann von der Kreditkarte ab, wenn der Flieger abhebt?

    Mehr: Nach Welle von Flugausfällen: Vorkasse-Praxis für Airline-Tickets wackelt

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