Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Ford droht bei den E-Autos in Europa den Anschluss zu verlieren

Der US-Hersteller kommt in Europa nur langsam voran. Vor allem beim Stromantrieb gibt es eine große Lücke. So verlängert Ford nur sein Siechtum.
Kommentieren
Vor allem bei der Elektrifizierung gibt es Probleme. Quelle: AP
Ford

Vor allem bei der Elektrifizierung gibt es Probleme.

(Foto: AP)

Ford macht in Europa schwere Zeiten durch. 5000 Stellen werden allein in Deutschland gestrichen, auf dem gesamten Kontinent könnten es doppelt so viele werden. In Russland schließt Ford zwei Werke, die Zukunft der deutschen Fabriken in Köln und Saarlouis ist alles andere als dauerhaft gesichert.

Deshalb wird es Zeit, dass der US-Konzern bald ein umfassendes Konzept präsentiert, wie er sich die weitere Entwicklung seines europäischen Geschäfts vorstellt.

Genau das hat es in dieser Woche bei der Produktpräsentation in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam nicht gegeben. Dort hat sich Ford Europa lieber auf bestehende und bekannte Konzepte beschränkt. Wie es mit dem europäischen Geschäft wirklich weitergehen soll, auf diese Frage sind wichtige Antworten ausgeblieben.

Das betrifft vor allem die völlige Elektrifizierung der europäischen Modelle. Während viele Konkurrenten ihre ersten rein batteriegetriebenen Autos längst präsentiert haben, klafft bei Ford eine gewaltige Lücke. In Amsterdam gab es keinen einzigen europäischen Pkw oder SUV zu sehen, mit dem Ford gegen die Wettbewerber antreten könnte.

Ford verspricht zwar, dass alle Autos durchgängig elektrifiziert werden sollen. Aber das heißt nach den aktuellen Plänen des US-Konzerns maximal Hybridmodelle. Verbrennungsantriebe werden um einen Elektromotor ergänzt.

Das wird aber nicht reichen, um bei verschärften Emissionsbestimmungen künftig in Europa bestehen zu können. Ohne rein batteriegetriebene Fahrzeuge und nur mit Hybriden würde Ford das Siechtum seines europäischen Geschäfts nur um einige Jahre verlängern. Allein 2018 hatte Ford mit einem Minus von knapp 400 Millionen US-Dollar abgeschnitten.

Von Ford muss deutlich mehr kommen, um auf den europäischen Märkten eine Zukunft zu haben. Vor allem die Lücke beim reinen Elektroantrieb sollte schnellstens geschlossen werden. Sonst sieht es an den beiden deutschen Standorten überhaupt nicht gut aus.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Kommentar - Ford droht bei den E-Autos in Europa den Anschluss zu verlieren

0 Kommentare zu "Kommentar: Ford droht bei den E-Autos in Europa den Anschluss zu verlieren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.