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Kommentar Fords Probleme im Europageschäft erinnern an Opel

Der US-Konzern Ford verliert in Europa Geld. General Motors hat einst bei Opel vorgemacht, wie drastisch die Konsequenzen derlei Verluste aussehen können.
04.09.2018 - 17:28 Uhr Kommentieren
Ford Europa hat im zweiten Quartal einen operativen Verlust von 73 Millionen US-Dollar verbucht. Quelle: Imago
Verluste

Ford Europa hat im zweiten Quartal einen operativen Verlust von 73 Millionen US-Dollar verbucht.

(Foto: Imago)

Zwischen Ford Europa und Opel gibt es viele Gemeinsamkeiten. Seit den 20er-Jahren bestimmten US-Mutterkonzerne bei beiden Unternehmen das Geschehen. Ford und Opel waren prägend für die europäische Automobilindustrie. Denn dass ein deutscher Hersteller wie VW einmal zu einem Weltkonzern aufsteigen würde, daran hat lange Zeit niemand geglaubt.

Inzwischen hat sich das Blatt gewendet: General Motors (GM) hat Opel nach Frankreich an den PSA-Konzern verkauft. GM zog damit die Konsequenz aus schmerzlichen Verlusten: Fast 20 Milliarden Euro waren es in 20 Jahren. Ford Europa hat im zweiten Quartal einen operativen Verlust von 73 Millionen US-Dollar verbucht. Das ist weit entfernt von den Opel-Verlusten, aber auch von den eigenen Ansprüchen: Ford will auf dem europäischen Kontinent auf eine operative Rendite zwischen sechs und acht Prozent kommen.

Der Ford-Marktanteil bei Pkws liegt in Europa aktuell bei 6,3 Prozent, vor zehn Jahren waren es noch zwei Prozentpunkte mehr. Zum Vergleich: Allein die Marke Volkswagen ohne die anderen Konzernmarken wie Skoda liegt bei 11,4 Prozent.

So liegt es nahe, dass sich der Ford-Konzern ernsthaft Gedanken über das Europageschäft macht. Zumal Ford fast überall in der Welt Geld verliert. Rote Zahlen schreiben die Amerikaner auch in Südamerika und in Asien. Ford gehört zu den wenigen Autokonzernen, für die China ein Zuschussgeschäft ist. Es lohnt ein weiterer Vergleich mit VW: Dessen chinesische Töchter überweisen jährlich drei Milliarden Euro Gewinn nach Wolfsburg.

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    Nur in Nordamerika laufen die Geschäfte für Ford noch gut, vor allem mit Pick-ups verdient der Konzern ordentlich. Doch auch hier drohen Einschnitte. Ford will in den USA auf die ertragsschwache Produktion klassischer Pkws verzichten. Stattdessen sollen nur noch Pick-ups und Geländewagen (SUVs) von den Bändern laufen. Das könnte europäische Modelle in Gefahr bringen, weil etwa das Mittelklassefahrzeug Mondeo den Baukasten (Plattform) mit einem US-Pkw teilt, der aus dem Produktportfolio gestrichen werden soll.

    Fehlt aber der US-Anteil, könnte die Mondeo-Fertigung unwirtschaftlich und damit gestrichen werden. Für Ford Europa sieht es also nicht gut aus. Die größten Probleme könnten auf das spanische Werk in Valencia zukommen, wo der Mondeo produziert wird. Aber auch bei einem Aus für die Fabrik in Spanien hätte Ford noch lange nicht die erhoffte Rendite von mindestens sechs Prozent erreicht.

    Einschnitte sind auch an den deutschen Standorten in Köln und Saarlouis zu erwarten. Ein völliger Rückzug aus Europa wäre natürlich auch möglich. GM hat bei Opel gezeigt, dass so etwas geht.

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