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Kommentar Frauen in der Finanzbranche: Geldgeber müssen ein klares Zeichen setzen

Wer es ernst meint mit Diversität, der darf sich nicht hinter den Tatsachen verstecken. Nur mit Fakten lässt sich messen, ob sich etwas verändert.
12.02.2020 - 11:47 Uhr Kommentieren
Die Finanzbranche war schon immer ein „Old Boys Club“. Quelle: dpa
Frauenanteil in Führungspositionen wächst nur langsam

Die Finanzbranche war schon immer ein „Old Boys Club“.

(Foto: dpa)

New York Diversität ist längst zum Modewort in der Unternehmens- und Bankenwelt geworden. Jeder Topmanager schmückt sich gerne mit Initiativen, die eine Organisation vielfältiger machen und Minderheiten eine faire Chance geben sollen. Die Vorteile sind längst klar.

Gemischte Teams, egal ob im Kerngeschäft, auf der Führungsetage oder in Kontrollgremien, schneiden in der Regel besser ab, wie Studien belegen. Doch die Wahrheit ist auch: Der Weg zu mehr Diversität ist hart – besonders in der Finanzbranche, die schon immer ein „Old Boys Club“ war, in der weiße Männer das Sagen haben und dank üppiger Boni auch deutlich mehr verdienen.

Zwei Dinge könnten auf dem Weg zu mehr Diversität helfen. Erstens: Die unangenehmen Daten müssen auf den Tisch. Anfangen könnten die Finanzinstitute zum Beispiel damit, die Gehaltsunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitern zu veröffentlichen.

Das gilt zum einen für Daten, die zeigen, ob für gleiche Arbeit auch das Gleiche gezahlt wird. Zum anderen aber auch für Daten, bei denen die Mittelwerte der Gehälter aller Männer und aller Frauen in der Organisation betrachtet werden, unabhängig davon, welche Position sie haben. Dieser Vergleich gibt Aufschluss über die Machtverteilung in einer Organisation.

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    Das Gefälle zu veröffentlichen, ist vermutlich nicht besonders schmeichelnd. Nur die Citigroup hat sich in den USA auf Druck eines Investors dazu bewegen lassen. Doch gerade die unbequemen Dinge zu tun, wäre ein Zeichen dafür, dass es eine Organisation ernst meint mit dem Willen zur Veränderung. Und nur wenn man die harten Fakten kennt, lässt sich messen, ob sich etwas verändert oder nicht.

    Zweitens: Auch Investoren und Kunden sollten sich stärker engagieren. Die Bank schickt ein Team, das nur von Männern besetzt ist? Ansprechen! Zum Beispiel so wie eine Finanzchefin, die ihre Banker mit dem Kommentar begrüßte: „Wieder nur Jungs hier?“ Und wenn man die Wahl hat, gezielt die Bank nehmen, die gemischte Teams zu bieten hat.

    Goldman Sachs hat das selbst vorgemacht. CEO David Solomon kündigte an, ab Juli nur noch in Start-ups zu investieren, deren Kontrollgremium mindestens ein Mitglied hat, das nicht weiß und männlich ist.

    Andere Geldgeber sollten sich daran ein Beispiel nehmen, wenn es um Start-ups geht aber auch um Investitionen in etablierte Finanzhäuser. Denn wenn die Geldgeber ein klares Zeichen setzen, können sich Dinge oft viel schneller ändern als gedacht.

    Mehr: Im Interview erklärt UBS-Europachefin Christl Novakovic, warum Männer lieber mit Männern konkurrieren und Frauen sich nicht auf das Macho-Niveau begeben sollten.

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