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Kommentar Für die Lebensversicherer ist es Zeit, sich neu zu erfinden

Die Niedrigzinsphase beschert Lebensversicherern hohe Zuflüsse. Das Geld sollten sie allerdings nicht als Ruhekissen verwenden, denn sie müssen auf Erneuerung setzen.
29.01.2020 - 17:22 Uhr Kommentieren
Die Deutschen stecken immer mehr Geld in Versicherungen. Quelle: dpa
Lebensversicherung

Die Deutschen stecken immer mehr Geld in Versicherungen.

(Foto: dpa)

Unter den vielen Zahlen, die der Versichererverband GDV am Mittwoch präsentiert hat, ragt eine weit heraus. Um mehr als 37 Prozent sind die Einmalbeiträge auf Lebensversicherungen im vergangenen Jahr gestiegen. Dabei handelt es sich in der Regel um größere Beträge, die Kunden gleich bei Abschluss oder im späteren Verlauf auf ihre Police einzahlen, statt wie gewöhnlich Monat für Monat den gleichen überschaubaren Betrag zu überweisen.

So mancher Kunde mag sich da die Augen reiben. Obwohl die Verzinsung der Policen seit Jahren sinkt, sammeln die Versicherer überraschend viel Geld ein. Was ist da los? Der Grund für den Run ist indes schnell erklärt. In Zeiten der Niedrigzinsen oder gar der Strafgebühren auf Einlagen stellt eine laufende Verzinsung von zwei bis drei Prozent bei Lebensversicherungen ein attraktives Investment dar.

Je nach Anbieter lassen sich so Renditen erzielen, die Kunden andernorts lange suchen müssen. Dafür nehmen sie in Kauf, dass diese Summen jahrelang nicht zur Verfügung stehen und erhebliche Gebühren anfallen. Dafür bekommen sie Sicherheit bei der Anlage und den guten Ruf namhafter Anbieter.

Die Lebensversicherer sollten den Zulauf jedoch nicht als Ruhekissen missverstehen. Zwar hilft er, den seit Jahren leicht rückläufigen Anteil von Lebens- und Rentenversicherungen am gesamten Geldvermögen zu bremsen. Doch selbst die Branche traut der jüngsten Entwicklung nicht ganz: Für das laufende Jahr rechnet der Verband nur mit einem Beitragszuwachs von maximal ein Prozent.

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    Schon jetzt wird zudem offen darüber diskutiert, dass der aktuelle gesetzliche Garantiezins von 0,9 Prozent auf 0,5 Prozent fallen soll. Sollte es tatsächlich so kommen, dann würden die klassischen Policen noch unattraktiver. Neue Produkte – ohne feste Garantie – rücken so noch stärker in den Mittelpunkt des Geschäfts. Die Sonderkonjunktur des letzten Jahres bietet für Lebensversicherer somit auch die Gelegenheit, sich neu zu erfinden.

    Mehr: Kunden zahlen Milliarden in Lebensversicherungen ein.

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