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Kommentar Für die Lockerungspläne der Minister fehlen noch viele Voraussetzungen

Die Ministerpräsidenten der Länder wetteifern um den schnellsten Ausstieg. Doch bei den Szenarien ist Vorsicht geboten.
13.04.2020 - 16:55 Uhr Kommentieren
An dem beliebten Ausflugsziel gelten verschärfte Regeln. Quelle: dpa
Bärenschlössle in Stuttgart

An dem beliebten Ausflugsziel gelten verschärfte Regeln.

(Foto: dpa)

Erst wetteiferten die Ministerpräsidenten der Länder um die härtesten Ausgangsbeschränkungen, jetzt kann es einigen von ihnen nicht schnell genug mit der Lockerung der Kontaktverbote gehen.

Dabei fällt auf: Auch wer sich, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), besonders laut für einen schnellen Weg zurück zur Normalität einsetzt, beginnt die Ideensammlung stets mit einem Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen: Erst wenn genug Intensivbetten, genug Atemschutzmasken und Schutzkleidung, genügend Tests und vor allem eine App zur schnellen Identifizierung der Kontaktpersonen Infizierter zur Verfügung stehen, soll es losgehen mit der schrittweisen Lockerung.

Die Debatte dreht sich seit Ostern trotzdem nur noch um das Wann, Was und Wie der Lockerungen. Dabei müssten sich jetzt die Ministerpräsidenten in besonderer Weise darum kümmern, dass in ihren jeweiligen Ländern die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.

Selbst wenn es nun schnell gelingt, dass Apps auf der neuen europäischen Ansteckungs-Benachrichtigungsplattform Pepp-PT alle Kontaktpersonen von Infizierten zuverlässig warnen können: Schaffen es dann auch die Gesundheitsämter, erstens die Anrufe der so Gewarnten entgegenzunehmen, und zweitens schnelle Tests für diese Personen auf den Weg zu bringen? Gelingt es den Ländern und Kommunen, die Gesundheitsämter schnell entsprechend personell aufzustocken? Zweifel daran sind bisher jedenfalls nicht völlig abwegig.

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    Auch die Leopoldina-Wissenschaftler sehen bei der Qualität der Daten über das Infektionsgeschehen noch große Qualitätsmängel. Diese koordiniert in allen Bundesländern zu beheben, ist wahrlich keine einfache Aufgabe.

    Es nutzt ja niemandem, wenn der zweite Schritt, die Normalisierung, vor dem ersten käme. Am schädlichsten, auch für die Wirtschaft, wäre es, Kontaktverbote schnell zu lockern, nur um sie bei erneut explodierenden Infiziertenzahlen sofort wieder in Kraft setzen zu müssen.

    Mehr: Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in unserem Newsblog.

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