Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Für die UBS stellt sich nach der Bilanz die Sinnfrage

Die UBS hat früher als andere Banken ihr Geschäftsmodell überholt. Nun stellt sich die Frage, mit welcher Strategie die Bank ins neue Jahrzehnt geht.
22.01.2020 - 09:50 Uhr Kommentieren
Die Schweizer betreuen mehr Vermögende als alle anderen Banken. Quelle: dpa
UBS in der Schweiz

Die Schweizer betreuen mehr Vermögende als alle anderen Banken.

(Foto: dpa)

Sergio Ermotti gebührt Dank. Der Chef der Schweizer Großbank UBS hat nach seinem Amtsantritt 2011 konsequenter als andere Bankmanager hinterfragt, welches Ziel ein Geldhaus verfolgt.

Ermottis Vorgänger, der Deutsche Oswald Grübel, war über die Zockerei eines Londoner Händlers gestolpert, der in kurzer Zeit mehr als zwei Milliarden Dollar verspielt hatte. Ermotti zog die richtigen Schlüsse. Radikal strich er die Investmentbank zusammen, deren Händler in den Jahren vor der Finanzkrise das Zepter an sich gerissen hatten.

Klarer als andere sah der Schweizer, dass in Zeiten schärferer Kapitalanforderungen und Regulierung das vermeintlich glamouröse Handelsgeschäft ein Auslaufmodell ist. Der Erzrivale Credit Suisse und die Deutsche Bank erkannten das erst viel später.

Das neue Geschäftsmodell, das Ermotti der UBS verordnete, erwies sich als Erfolgsgeschichte: Die Bank verschrieb sich der lukrativen Betreuung vermögender und ultrareicher Kunden. Heute rühmt sie sich, jeden zweiten Milliardär der Welt zu kennen. Doch die Zukunftsaussichten trüben sich ein.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Schon die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die herrschenden Minuszinsen machen hohe Vermögen, so sie nicht in Aktienfonds und anderen teuren Produkten stecken, für die UBS zur Last statt zur Gewinnmaschine. Die Bank betont bereits, manche Kunden verabschieden zu müssen. Auch die Provisionseinnahmen sinken, da die Superreichen ihr Geld immer öfter selbst verwalten, statt es den Privatbankiers anzuvertrauen. Die Klientel, die die UBS groß gemacht hat, wird wankelmütig.

    Am Beginn der 2020er-Jahre steht die UBS damit vor der nächsten Neuausrichtung. Gerade junge Banker stellen zunehmend die Frage nach dem „Purpose“, dem Sinn, des Bankgeschäfts.

    Ermotti sollte das als Chance begreifen – und mit der nächsten Generation darüber nachdenken, welches Ziel die UBS im neuen Jahrzehnt verfolgen will. Klar ist: Allein daraus, die Reichen dieser Welt noch reicher zu machen, kann es nicht bestehen.

    Mehr: Die UBS verzeichnet für 2019 einen Gewinnrückgang auf 4,3 Milliarden Dollar. Die Schweizer Bank hat damit wichtige Ziele verfehlt. Schmerzhaft ist der deutliche Abfluss von Kundenkapital.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Für die UBS stellt sich nach der Bilanz die Sinnfrage
    0 Kommentare zu "Kommentar: Für die UBS stellt sich nach der Bilanz die Sinnfrage"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%