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Kommentar Für Harley-Davidson führt kein Weg an einem Elektromotorrad vorbei

Auf der Technikmesse CES stellt Harley-Davidson sein erstes E-Motorrad vor. Es ist ein schwieriger, aber richtiger Schritt für die Traditionsmarke.
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Vizepräsident Marc McCallister (links) und Panasonic-Nordamerika-Chef Tom Gebhardt erklären auf der CES in Las Vegas, warum die Ikone nun auch elektrisch fährt. Quelle: AFP
Elektro-Rocker

Vizepräsident Marc McCallister (links) und Panasonic-Nordamerika-Chef Tom Gebhardt erklären auf der CES in Las Vegas, warum die Ikone nun auch elektrisch fährt.

(Foto: AFP)

Millennials statt Rocker: Mit seinem neuen elektrischen Motorrad will Harley-Davidson junge Kundschaft erobern. Auf der Technikmesse CES in Las Vegas stellte die Ikone des Motorradbaus ihr Zukunftsprojekt vor – und bewegt sich auch auf politisches Terrain: Harley geht weg vom eher republikanisch orientierten Rocker zum demokratisch wählenden Millennial. Das ist ein nicht ungefährlicher Schwenk für das Unternehmen.

Eine Harley-Davidson steht wie kaum ein anderes Fahrzeug für den amerikanischen Traum. Auf röhrenden Maschinen tief sitzend die breiten Straßen der USA entlangbrausen – das bedeutet Freiheit und Abenteuer. Vor allem Trump-Wähler zieht dieser Lebensstil an, wie verschiedene Umfragen zeigen.

Nun sucht Harley mit der Elektrovariante seiner Bikes die Nähe zu einer Klientel, die nicht mit einer Bandana in US-Farben auf dem Kopf daherkommt und meist demokratisch wählt. Das birgt die Gefahr, dass der Hersteller die harten Männer unter den traditionellen Fans verschreckt.

Allerdings ist Harley-Davidson ohnehin schon längst – wider Willen – zum Politikum geworden. Lange von Trump als patriotisches US-Unternehmen hofiert, hatte die Firma zuletzt den Zorn des Präsidenten zu spüren bekommen.

Weil Europa als Gegenmaßnahme für US-Stahlzölle selbst Zölle auf die Motorräder angekündigt hat, will Harley in Zukunft mehr außerhalb der USA produzieren. Trump rief bereits zum Boykott der Marke auf.

Trotz aller politischen Implikationen bleibt Harley ein Unternehmen, das sich für die Zukunft positionieren muss. Die klassischen Kunden altern und steigen vom unbequemen Zweirad auf den Pick-up oder SUV um.

Der Hersteller muss neue Kundengruppen finden. E-Mobilität ist der wichtigste Trend in der gesamten Fahrzeugbranche. Auch wenn man sich Rocker auf elektrischen Motorrädern noch kaum vorstellen kann – zum strategischen Schwenk hat Harley-Davidson keine Alternative.

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