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Kommentar Für neue Pharma-Preismodelle fehlt noch das Konzept

Erfolgsabhängige Preise für neue Therapien, wie sie der Novartis-Chef fordert, sind eine gute Idee. Nun müssen sich alle Akteure in der Branche bewegen.
19.12.2018 - 15:55 Uhr Kommentieren
Durch neue innovative Gen- und Zelltherapien, die mehrere Hunderttausende Euro kosten, dürfte die Diskussion um hohe Pharmapreise erneut angeheizt werden. Quelle: dpa
Arzneimittel

Durch neue innovative Gen- und Zelltherapien, die mehrere Hunderttausende Euro kosten, dürfte die Diskussion um hohe Pharmapreise erneut angeheizt werden.

(Foto: dpa)

Hohe Preise, hohe Gewinne, und das oft nur für Marketinginnovationen – die Pharmabranche wird ihr schlechtes Image nicht los. Dazu haben Arzneihersteller durch Nebenwirkungsskandale und fragwürdige Vertriebspraktiken selbst beigetragen. Aber auch die weit verbreitete Vorstellung, dass man mit Gesundheit kein Geld verdienen darf.

Der Aufschrei ist groß, wenn eine neue, teure Therapie auf den Markt kommt. Etwa 2014, als die 700-Euro-Pille gegen Hepatitis C Schlagzeilen machte und das Schreckensszenario einer Kostenexplosion im Gesundheitswesen an die Wand gemalt wurde.

Die Ausgaben stiegen dann nur kurzzeitig im Jahr 2015. Weil die meisten Patienten durch die neuen Mittel geheilt wurden, werden die Aufwendungen für Hepatitis-C-Therapien sogar geringer.

Mit neuen, innovativen Zell- und Gentherapien, die Hunderttausende Euro kosten, dürfte die Diskussion um hohe Pharmapreise erneut angeheizt werden. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Pharmamanager wie gerade auch Novartis-Chef Vasant Narasimhan dafür plädieren, nicht auf die absoluten Preise, sondern auf den Behandlungserfolg zu schauen.

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    Nur, wie man den misst und vergütet, dafür müssen die richtigen Parameter erst noch festgelegt werden. Möglich ist ein Vergleich mit bestehenden Therapien wie in Deutschland. Was ist aber, wenn es keine Vergleichstherapie gibt, wenn der neue Ansatz eine seltene, tödliche Erkrankung heilen kann?

    Es wäre aber ein Fehler, deshalb den Vorschlag zur erfolgsabhängigen Bezahlung von Therapien als unrealistisch abzutun. Damit die Solidargemeinschaft auch lebensrettende Ansätze finanzieren kann, müssen sich alle Beteiligten auf schlüssige Konzepte verständigen.

    Dazu müssen sich alle bewegen und an einem Strang ziehen: die Pharmabranche bei den Preisen, die Kassen bei der Erstattung und der einzelne Krankenkassen-Patient in seiner Überzeugung, dass ihm auch bei kleinen Erkrankungen die teuerste Behandlung zusteht.

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