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Kommentar Galeria Karstadt Kaufhof hat eine letzte Chance für den Neustart

Die Probleme des Warenhauskonzerns reichen über die Coronakrise hinaus. Dabei gibt es in Europa Vorbilder, wie es besser laufen könnte.
04.05.2020 - 16:01 Uhr 1 Kommentar
Das Unternehmen muss nun die Freiheiten unter dem Schutzschirm nutzen, um sich radikal umzubauen. Quelle: dpa
Geschlossene Filiale von Galeria Karstadt Kaufhof

Das Unternehmen muss nun die Freiheiten unter dem Schutzschirm nutzen, um sich radikal umzubauen.

(Foto: dpa)

Das Warenhausunternehmen Galeria Karstadt Kaufhof hat die Coronakrise geschickt genutzt, um sich als Opfer höherer Mächte zu präsentieren. Ohne die Geschäftsschließungen, so die Aussage der Geschäftsführung, wäre in diesem Jahr ein operativer Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe möglich gewesen. Das Gegenteil kann ihnen jetzt niemand mehr beweisen.

Doch allein die Tatsache, dass das Unternehmen sofort in ein Schutzschirmverfahren geflüchtet ist, zeigt, dass der größte Teil der Probleme hausgemacht ist. Die gelassenen Reaktionen von europäischen Konkurrenten wie Harrods, Galeries Lafayette oder Rinascente auf die Coronakrise belegt: Wer gut aufgestellt in den Lockdown gegangen ist, fällt auch nicht sofort um.

Die großen Warenhäuser in Frankreich, Großbritannien und Italien zeigen, was nötig ist, damit das Kaufhaus eine Zukunft hat: ein geschärftes Profil mit hochwertigem Sortiment statt eines bunten Sammelsuriums von Waren. Eine intelligente Verknüpfung von Online, Social Media und Filiale, die auch junge Kunden anspricht. Die Konzentration auf weniger, aber dafür erstklassige Standorte. Und ein Eigentümer mit langem Atem, für den Gläubigerschutz nicht die erste Wahl in Krisenzeiten ist.

Galeria Karstadt Kaufhof muss nun die Freiheiten unter dem Schutzschirm nutzen, um sich nach diesen Vorbildern radikal umzubauen. Zur Schließung zahlreicher Filialen darf es keine Alternative mehr geben. Die verbleibenden Standorte müssen dann aber mit qualifiziertem Personal sehr gut ausgestattet werden, weil Beratung und Kundenservice das Wichtigste ist, das die Menschen zum Einkaufen noch in die Innenstädte lockt.

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    Und der E-Commerce muss so modernisiert werden, dass er konkurrenzfähig ist mit Zalando oder About You. Galeria spricht seit Langem davon, sich zum digitalen Marktplatz zu wandeln, passiert ist da noch nicht viel. Das Schutzschirmverfahren ist für das Unternehmen jetzt die wohl letzte Chance, seine Zukunft zu sichern.

    Mehr: Deutsche Kaufhäuser kommen schlechter durch die Krise als die europäische Konkurrenz

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