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Kommentar Geballte Frauenpower für Europa

Von der Leyen und Lagarde krönen mit der Berufung in die EU-Topjobs ihre Karrieren. Macron und Merkel haben aus dem zähen Ringen noch einen guten Tag für Europa gemacht.
2 Kommentare
Für EU-Topjobs nominiert. Quelle: Nils Bröer für Handelsblatt/Reuters/Montage HB
Ursula von der Leyen, Christine Lagard (v.li.)

Für EU-Topjobs nominiert.

(Foto: Nils Bröer für Handelsblatt/Reuters/Montage HB)

Was für eine Wendung. Nachdem der erste Tag des Postengeschachers in einem Desaster für Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron endete, funktioniert die deutsch-französische Achse auf einmal wieder. Die beiden Topjobs gehen nach Paris und Berlin. Ursula von Leyen wird überraschend als Kommissionspräsidentin vorgeschlagen,  IWF-Chefin Christine Lagarde soll EZB-Präsidentin werden.

Offensichtlich haben Merkel und Macron den Druck von außen gebraucht. Es gibt jetzt geballte Frauenpower für Brüssel.

Lagarde und von der Leyen gehören zu einer Generation Politikerinnen, die sich in einer männerdominierten Welt behaupten mussten und es beide über eineinhalb Jahrzehnte erfolgreich taten. Jetzt krönen sie ihre bereits eindrucksvollen Karrieren. Beide sind auch die ersten Frauen  an der Spitze der jeweiligen Organisationen.

Verlierer sind die beiden Spitzenkandidaten der Europawahl. Manfred Weber und Frans Timmermans bekommen beide Trostpreise. Weber wird wahrscheinlich Parlamentspräsident für eine halbe Legislaturperiode. Timmermans darf das bleiben, was er ist. Herausgehobener Kommissar mit Vizetitel.

Macron und Merkel haben die Kurve noch einmal bekommen und aus dem zähen Ringen einen guten Tag für Europa gemacht. Es ist vorerst noch einmal gelungen, die unterschiedlichen Interessen zu vereinen und ein gutes Personalpaket zu schnüren.

Was auf der Strecke blieb, ist das sogenannte Spitzenkandidatenmodell. Die Regierungschefs haben sich noch einmal durchgesetzt. Man darf gespannt sein, ob das Parlament mitspielt.  

Mehr: Reaktionen zur Entscheidung im EU-Personalpoker lesen Sie in unserem Newsblog.

„Mit Ursula von der Leyen bekleidet zum ersten Mal eine Frau das Amt – darüber bin ich froh“

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2 Kommentare zu "Kommentar: Geballte Frauenpower für Europa"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Bundeswehr hat Frau von der Leyen erfolgreich an die Wand gefahren, jetzt darf sie mit der EU weiter machen? Und mit Frau Lagarde wandert deutsches Steuergeld direkt nach Frankreich zum Finanzlöcher stopfen. Na, warum nicht, wenn man Deutschland und die EU zu Grunde richten möchte?!

  • naja immerhin,der Provinzpolitiker Weber wird nun durch die etwas erfahrenere von der Leyen ersetzt , dank der ach so harmlosen Frau Merkel in Hinterzimmer Gekungel, schade, es gibt genügend gute Fähige,aber die kleinen undemokratischen Staaten blockierten.Trump und Putin wirds freuen.......

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