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Kommentar Gefallene Schwergewichte müssen keine Übernahme fürchten

Die Deutsche Bank oder Thyssen-Krupp will trotz geringem Börsenwert derzeit kaum jemand haben. Das ist bei kleinen Hightech-Firmen anders.
08.04.2020 - 13:40 Uhr Kommentieren
Käufer haben längst das Interesse an Konzernen verloren, die nicht in Zukunftsmärkten agieren. Quelle: Reuters
Stahlkocher bei Thyssen-Krupp

Käufer haben längst das Interesse an Konzernen verloren, die nicht in Zukunftsmärkten agieren.

(Foto: Reuters)

Wenn Aktienkurse tief fallen, werden börsennotierte Unternehmen anfällig für Übernahmen. Weil der Dax in der Corona-Pandemie stärker gefallen ist als andere große Börsenindizes und er in den guten Zeiten davor weniger stark gestiegen war, erscheinen BASF, Siemens und viele andere tief im Kurs gefallene Großkonzerne auf den ersten Blick besonders übernahmegefährdet. Vor allem dann, wenn ihre Aktien breit gestreut sind und kein Ankeraktionär das Unternehmen schützt.

Doch ganz so einfach läuft es an den Finanzmärkten nicht. Die Übernahmegefahr steigt vor allem dann, wenn hochattraktive Unternehmen in Zukunftsbranchen stark an Börsenwert verlieren und in solchen Momenten keinen schützenden Aktionär an ihrer Seite haben.

Deshalb müssen sich Deutsche Bank, Commerzbank oder Thyssen-Krupp kaum Sorgen machen – also jene, die einem als Erstes einfallen, wenn es um typisch deutsche Unternehmen geht. Käufer haben längst das Interesse an ihnen verloren, weil sie nicht in Zukunftsmärkten agieren.

An der Börse gilt der Grundsatz: Kaufe, was in Zukunft attraktiv ist. Daran gemessen gibt es im Dax mit Unternehmen wie SAP, Infineon oder vielleicht Wirecard nur wenig Auswahl.

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    Hingegen bieten in kleineren Börsensegmenten, besonders dem TecDax, etliche Firmen sehr gefragte Produkte oder Dienstleistungen an: etwa der Medizin- und Strahlentechnikspezialist Eckert & Ziegler, der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius, der IT-Dienstleister Cancom, der Prüfspezialist für Wirkstoffe, Evotec, oder Siltronic, der Spezialist für Reinstsilizium und Partner weltweit führender Chipgrößen.

    Ganz große Sorgen über einen Ausverkauf dieser deutschen Technologie brauchen wir uns trotzdem wohl nicht zu machen. Die Aktien dieser hochspezialisierten, oft kleinen Firmen sind – zum Wohle deutscher Industriepolitik – nicht zu 100 Prozent an der Börse gestreut. Vielmehr verfügen sie fast durchweg über verlässliche Ankeraktionäre.

    Mehr: Deutsche Konzerne werden in der Coronakrise zu Schnäppchen

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