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Kommentar Geld vom Staat ist für die Luftfahrt keine echte Hilfe

Staatshilfen haben für die Luftfahrt immer einen faden Beigeschmack. Dieses Geld verführt Regierungen nur dazu, fragwürdige Bedingungen zu stellen.
16.04.2020 - 15:55 Uhr Kommentieren
In den USA ist der inländische Verkehr trotz Corona noch weitgehend intakt. Quelle: Reuters
Flugzeuge von American Airlines

In den USA ist der inländische Verkehr trotz Corona noch weitgehend intakt.

(Foto: Reuters)

Satte 50 Milliarden Dollar pumpt die US-Regierung wegen Corona in ihre Luftfahrtindustrie. Die eine Hälfte gibt sie als günstigen Kredit. Das Geld muss also später zurückgezahlt werden. Die andere Hälfte ist ein reiner Zuschuss, das Geld ist kostenlos.

Wobei – so ganz kostenlos ist es nicht. Washington stellt Bedingungen. Eine lautet: Airlines, die die Hilfen in Anspruch nehmen, dürfen in den kommenden sechs Monaten niemanden entlassen.

So nachvollziehbar das aus Sicht der US-Administration auch ist: Es ist ein signifikanter Eingriff in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit. Und es kommt noch schlimmer: Die Regierung verbietet den Fluggesellschaften, ohne Rücksprache mit ihr Verbindungen im Inland zu streichen.

Das Beispiel zeigt, welche Fußangeln Staatshilfen in der Luftfahrt haben. Wenn die Politik Flugpläne macht, geht das meist schief. Nicht mehr die Nachfrage entscheidet darüber, ob ein Flug angeboten wird. Es sind emotionale Faktoren wie der Wunsch, überall Luftverkehr vorzuhalten. Wir kennen diesen Effekt in Deutschland. Man schaue auf den einen oder anderen Flughafen, gebaut für viel Steuergeld, aber ohne signifikanten Verkehr.

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    In den USA ist der inländische Verkehr trotz Corona noch weitgehend intakt. Aber auch hier sind Jets größtenteils leer. Die dortigen Fluggesellschaften versuchen nun mit pragmatischen Lösungen, die Bedingungen der Regierung zu erfüllen.

    Teilweise gibt es mehr Zwischenlandungen, um mit einem Flug mehrere Flughäfen gleichzeitig zu bedienen. Oder man arbeitet mit Wettbewerbern zusammen, um Strecken weiter anzubieten, die Jets aber dennoch besser zu füllen.

    Wirklich hilfreich ist das alles allerdings nicht. Es steht zu befürchten, dass die Bereinigung des Marktes um unrentable Airlines dank staatlicher Unterstützung nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben ist. Das Blutbad wird kommen. Es wird später aber nicht weniger heftig stattfinden. Milliarden an Steuern sind dann weg.

    Mehr: US-Regierung unterstützt Airlines mit Milliardenprogramm

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