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Kommentar General Motors und Nikola: Warum die neue Elektro-Allianz Tesla gefährlich werden könnte

General Motors weiß, wie man profitabel Autos baut. Nikola bringt die Innovation mit, die noch fehlt. Gemeinsam könnten beide den Markt aufmischen.
09.09.2020 - 21:38 Uhr Kommentieren
Viele Amerikaner warten auf einen coolen Elektro-Pick-up. Quelle: Nikola Corp
Nikola Badger

Viele Amerikaner warten auf einen coolen Elektro-Pick-up.

(Foto: Nikola Corp)

Der E-Auto-Pionier Tesla bekommt ernsthafte Konkurrenz für seinen geplanten Cybertruck. Der traditionsreiche US-Autohersteller General Motors (GM) hat sich mit dem Elektroauto- und Brennstoffzellen-Start-up Nikola verbündet, um gemeinsam Pick-ups zu bauen.

Die Allianz lohnt sich für beide: Nikola, das bisher kaum Umsatz macht, erhält im Zuge der Allianz dringend benötigtes Know-how und Fabriken, um den geplanten elektrischen Pick-up namens „Badger“ schnell auf die Straße zu bekommen. Die Allianz sorgt außerdem für die nötige Glaubwürdigkeit, die dem Newcomer aus Arizona bisher fehlte.

GM wiederum erhält eine Beteiligung an dem aufstrebenden Start-up aus Phoenix im Wert von zwei Milliarden Dollar, ohne Cash oder Aktien hinlegen zu müssen. Weitere zwei Milliarden sollen fließen, wenn GM die Pick-ups in seinen Fabriken herstellt, Batterien und später auch Brennstoffzellen liefert.

Aber vor allem erhält General Motors Aufmerksamkeit und einen gewissen Coolness-Faktor, der dem 100 Jahre alten Autokonzern fehlt. Dabei ist Nikola nicht die erste Elektro-Offensive von GM. Früher als die anderen US-Autokonzerne hat GM erkannt, dass die Zukunft in elektrischen und vielleicht sogar autonomen Fahrzeugen liegt.

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    Konzernchefin Mary Barra meint es ernst, wenn sie sagt, dass sie aus GM einen komplett elektrifizierten Autobauer machen will. Erst vergangene Woche hatte Barra ihre E-Auto-Allianz mit dem japanischen Hersteller Honda erweitert.

    Aber bei den Kunden kommt das nicht wirklich an: E-Autos – das können in den Augen vieler nur hippe Start-ups. Deshalb tut Barra gut daran, den Schulterschluss mit einem angesagten Unternehmen wie Nikola zu suchen. Diese Allianz aus Tradition und Start-up kann Tesla-Chef Elon Musk und seinem Cybertruck gefährlich werden.

    Der extrem kantige und futuristisch anmutende Pick-up-Truck soll im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Bisher hatte der Cybertruck einen holprigen Start – vor allem mit seiner leicht misslungenen Vorstellung, bei der Elon Musk aus Versehen ein angeblich bruchfestes Fenster zertrümmerte. Aber es gibt genügend Amerikaner, die nur auf einen coolen Elektro-Pick-up warten.  

    Nikola hatte sich bisher vor allem auf Lkws konzentriert. In Europa kooperiert das Unternehmen mit Iveco. In Ulm sollen ab dem ersten Quartal 2021 die ersten Batterie-Trucks (Nikola Tre) vom Band rollen.

    GM hat bereits mit einem elektrisch betriebenen Hummer gedroht, der aber im sehr gehobenen Preissegment spielen wird. Mit dem Badger von GM und Nikola muss Tesla sich auf eine gut finanzierte und dank Nikola auch coole Konkurrenz einstellen.

    Mehr: Nikola und General Motors bilden Elektro-Allianz

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