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Kommentar Gold gehört in jedes Depot

In unsicheren Zeiten ist die Anlage in Gold eine gute Wahl. Ein Anteil von bis zu zehn Prozent ist dabei als Beimischung fürs Depot nicht falsch.
15.06.2020 - 17:26 Uhr Kommentieren
Das Edelmetall als Beimischung ins Depot zu nehmen ist keine schlechte Entscheidung. Quelle: dpa
Goldbarren

Das Edelmetall als Beimischung ins Depot zu nehmen ist keine schlechte Entscheidung.

(Foto: dpa)

Frankfurt Gold lohnt sich in schwierigen Zeiten für Anleger als Beimischung im Depot. Ein Anteil von bis zu zehn Prozent ist sicherlich keine schlechte Entscheidung, obwohl der Kurs mit über 1700 Dollar je Feinunze, also 31,1 Gramm, nur unweit von der höchsten Notierung seit acht Jahren liegt. Doch in unsicheren Zeiten erlebt das glänzende Edelmetall zu Recht ein beachtliches Comeback.

Da spielt es dann auch keine Rolle, dass Gold zu den Anlageformen gehört, die keine Zinsen abwerfen. Gewiss, mit einer massiv steigenden Inflation als Grund für die Flucht ins sichere Gold ist zunächst nicht zu rechnen, auch wenn Staaten und Notenbanken Milliarden und Abermilliarden in die Märkte gepumpt haben. Doch flaut die Krise erst einmal ab, besteht ein starker Anreiz für die Regierungen, die Inflation anzuheizen, um die Schuldenlast zu verringern. Das wird auf längere Sicht sicher eine Rolle spielen und Anleger in den sicheren Hafen Gold treiben.

Aktuell wichtiger: Die Geldpolitik der Notenbanken führt zu Realzinsen, die im Minusbereich liegen. Spätestens unter Abzug der Inflationsrate entsteht gerade bei den sicheren Staatsanleihen ein Negativzins – und zwar nicht nur in der Euro-Zone. Hier rentiert etwa die zehnjährige Bundesanleihe nominal ohnehin fast mit 0,5 Prozent im Minus.

An dieser Situation wird sich über die nächsten Jahre wenig ändern. Schließlich soll die Konjunktur angekurbelt werden. Das macht das Edelmetall deutlich attraktiver. Denn es gleicht einen wichtigen Nachteil aus: Gold wirft nur eine Rendite ab, wenn der Kurs des Metalls steigt.

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    Impulse könnten auch von den Zentralbanken kommen, die in den letzten Jahren ihre Goldbestände kräftig aufgestockt haben. Die Tendenz ist derzeit eher rückläufig. Und die Verbraucher gerade in Asien werden auch erst einmal zurückhaltend sein. Entscheidend dagegen ist es, ob es zu einer zweiten Coronawelle kommt und die Konjunktur erneut einbricht. Ab Herbst, spätestens im Winter erscheint die Gefahr eines erneuten Aufflackerns der Pandemie groß. Da ist es dann gut, Gold als Sicherheit im Depot liegen zu haben, selbst wenn sich der Kurs vorher nicht großartig bewegt hat.

    Mehr: Gold hat sich vom Aktienmarkt abgekoppelt.

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