Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Goldgewinne ohne Steuer: Diese Sicherheit haben Anleger langfristig nur mit Barren und Münzen

Beim Thema Besteuerung von Gold-Indexprodukten hat das Finanzministerium erneut eine Niederlage erlitten. Nach der Wahl dürfte die Behörde einen neuen Anlauf starten.
22.10.2020 - 19:00 Uhr Kommentieren
Die steuerliche Gleichbehandlung von physischem Gold und Gold-ETCs ist dem Finanzministerium ein Dorn im Auge. Quelle: dpa
Goldbarren

Die steuerliche Gleichbehandlung von physischem Gold und Gold-ETCs ist dem Finanzministerium ein Dorn im Auge.

(Foto: dpa)

Frankfurt Gold ist derzeit kein Gewinnerthema für das Bundesfinanzministerium. Erst im vergangenen Juli hatte das SPD-geführte Haus einen Referentenentwurf für das Jahressteuergesetz 2020 eingebracht, der Gewinne aus dem Verkauf von Gold-Indexprodukten wie Xetra Gold oder Euwax Gold II unter Steuerpflicht stellen sollte.

Der Entwurf scheiterte am Widerstand der Union, berichten das „Manager Magazin“ und andere Medien. Die entsprechende Passage fand keinen Eingang ins Gesetz.

Nun muss das Bundesfinanzministerium bei der Besteuerung von Exchange Traded Commodities (ETCs), der physisch hinterlegten Goldprodukte, eine weitere Niederlage hinnehmen. In einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs weiteten die Richter die Ausnahme von der Steuerpflicht auf weitere mit physischem Gold hinterlegte Indexprodukte aus.

Erstmals werden auch jene ETCs steuerlich mit physischem Edelmetall gleichgestellt, die eine Auslieferung des Edelmetalls verbriefen, aber Anlegern auch eine Geldzahlung anbieten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Aus Sicht des Finanzministeriums ist besonders ärgerlich, dass die juristische Argumentation in der Praxis nahezu irrelevant ist. Kaum ein Anleger kauft einen Gold-ETC, weil er diesen tatsächlich kündigen und das Gold schließlich ausgeliefert bekommen möchte.

    Inside Geldanlage: Der Newsletter für Anleger liefert jeden Donnerstag Empfehlungen, wie Sie mit der Marktsituation umgehen und Chancen nutzen können. Hier anmelden.

    Das mag ein nettes Sicherheits-Feature sein – mehr nicht. In der überwiegenden Zahl der Transaktionen wird der ETC als reines Wertpapier genutzt, das eine Möglichkeit zur Partizipation an steigenden Edelmetallpreisen bietet.

    Daher ist es kaum verwunderlich, dass das Finanzministerium Gold-ETCs auch wie andere Wertpapiere besteuern will. Und nach der Bundestagswahl im kommenden Jahr wird es erneut einen Versuch starten, die steuerliche Gleichbehandlung von physischem Edelmetall und Indexzertifikaten aufzuheben, zumindest wenn das Finanzministerium nach der Wahl in SPD-Hand bleibt.

    Die Sicherheit, Goldgewinne nicht mit dem Fiskus teilen zu müssen, haben Anleger langfristig nur mit Barren und Münzen. Denn eine Besteuerung von physischem Goldbesitz wäre wohl mindestens so heftig umstritten wie ein generelles Tempolimit auf Autobahnen.

    Mehr: Finanzrichter heben Steuerpflicht für weitere Gold-Produkte auf – Anleger können Geld zurückverlangen.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Goldgewinne ohne Steuer: Diese Sicherheit haben Anleger langfristig nur mit Barren und Münzen
    0 Kommentare zu "Kommentar: Goldgewinne ohne Steuer: Diese Sicherheit haben Anleger langfristig nur mit Barren und Münzen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%