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Kommentar Goldmans Schwäche deutet auf ein Problem der gesamten Bankenbranche

Die Goldman-Sachs-Zahlen sind miserabel ausgefallen. Die Probleme zeigen, dass die frühere Strategie von Banken im Handelsgeschäft nicht funktioniert.
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Die Erträge der Bank sind um 13 Prozent abgesackt, der Gewinn sogar um ein Fünftel. Quelle: dpa
Goldman Sachs

Die Erträge der Bank sind um 13 Prozent abgesackt, der Gewinn sogar um ein Fünftel.

(Foto: dpa)

Der Name Goldman Sachs verführt Journalisten seit jeher zu mehr oder minder gelungenen Wortspielen. Die aktuellen Zahlen der Wall-Street-Ikone für das erste Quartal könnte man zum Beispiel mit „Silverman Sachs“ überschreiben und das Ganze mit der Unterzeile „Goldman glänzt nicht mehr“ ergänzen.

Aber genug der Kalauer. Jenseits der Wortspielhölle bleibt die Erkenntnis, dass die Zahlen der Investmentbank für den Jahresauftakt 2019 ziemlich miserabel ausfallen.

Die Erträge sind um 13 Prozent abgesackt, der Gewinn sogar um ein Fünftel. Schuld daran ist vor allem die Schwäche im Handel mit Aktien und Anleihen. Die ersten drei Monate dieses Jahres waren zwar nicht so schlimm wie das vierte Quartal 2018, aber sie waren noch immer schlimm genug. Weil die einstige Gewinnmaschine Wertpapierhandel nicht mehr rund läuft, steuert der neue Goldman-Chef David Solomon um.

So soll zum Beispiel der Ausbau der hauseigenen Onlinebank Marcus für stabilere Erträge sorgen. Doch so einfach ist das nicht, das zeigen die in die Höhe geschnellten Ausfälle bei Verbraucherdarlehen im ersten Quartal. Offenbar sind die Goldmänner ein wenig zu forsch in den Kampf um Marktanteile gezogen.

Solomon ringt nicht allein mit solchen Problemen. Auch Christian Sewing, der Chef der Deutschen Bank, würde gerne den Anteil der stabilen Geschäftsbereiche an den Erträgen erhöhen. Die Tatsache, dass das schon Goldman schwerfällt, einer im Kern gesunden Bank mit funktionierendem Geschäftsmodell, stimmt einen nicht gerade optimistisch, was den Umbau der Deutschen Bank angeht.

Der Unterschied liegt auf der Hand: Trotz der Schwäche im ersten Quartal verdiente Goldman unter dem Strich noch 2,2 Milliarden Dollar. Dieses Geld verschafft Solomon den Handlungsspielraum für den Umbau, und genau dieser Handlungsspielraum fehlt Sewing. Auch deshalb muss der Chef der Deutschen Bank mit dem Konkurrenten Commerzbank über eine Fusion verhandeln.

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