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Kommentar Goldpreis auf Rekordhoch: Anleger entdecken die „Gina“-Regel

Die Rettungsprogramme von Notenbanken und Regierungen schüren Inflationsängste. Deshalb kaufen die Anleger seit einiger Zeit nicht nur Aktien.
28.07.2020 - 16:16 Uhr Kommentieren
Anleger suchen Schutz in Edelmetallen. Quelle: Reuters
Goldbarren

Anleger suchen Schutz in Edelmetallen.

(Foto: Reuters)

Die Angelsachsen kreierten für die Geldanlage schon vor Jahren die Abkürzung „Tina“. Sie steht für „there is no alternative“. Gemeint waren damit Aktien, zu denen es im Niedrigzinsumfeld keine Alternative gebe.

Dieses Narrativ scheint heute mehr denn je das Denken und Handeln der Investoren zu leiten. Die Anleger verhalten sich damit völlig anders als junge Eltern: In der Liste der beliebtesten Mädchenvornamen führen in diesem Jahr Emilia und Laura, keine Spur von Tina.

Den konjunkturellen Kollaps durch das Abschalten der Wirtschaft versuchen Notenbanken und Regierungen mit einmalig großen Rettungsprogrammen aufzufangen. Billionen von Dollar und Euro werden ins System geschleust.

Das treibt die Preise für Vermögenswerte – genauer gesagt für Sachwerte. Vor allem Aktien sind nach dem Einbruch im März wieder nahe ihren Topständen, in manchen Fällen sogar schon darüber hinaus.

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    Gleichzeitig beginnen sich Anleger wegen künftiger Inflation zu sorgen, denn Notenbanken und Regierungen verteilen Billionen von Dollar und Euro. So etwas gab es in diesen Größenordnungen noch nie.

    Bisher allerdings spiegeln die Preisindizes eine ernst zu nehmende Geldentwertung nicht annähernd wider. Etwas mehr Inflation hätten die Notenbanker schon gern, weil das die rasant steigenden Schuldenlasten erträglicher machen, sprich entwerten würde.

    Die Ängstlichen haben bei diesem Thema die Ketchup-Flasche im Hinterkopf. Man schüttelt und klopft, um ein wenig von der roten Masse auf den Teller zu bekommen. Das klappt erst nach einigen immer heftigeren Versuchen – und dann schwappt gleich der halbe Flascheninhalt raus. So könnte es auch bei der Inflation kommen.

    Deshalb kaufen die Anleger seit einiger Zeit nicht nur Aktien. Sie greifen auch beim klassischen Inflationsschutz zu: dem Gold als wertstabile Währung. Daher ist das Edelmetall jetzt so teuer wie nie und notiert in der Nähe von 2000 Dollar pro Feinunze.

    Es fehlt nur noch das passende Marketing. Tina war bereits eine Inspiration. In Ergänzung zur Aktien-Empfehlung drängt sich „Gina“ als Abkürzung für Edelmetall-Fans auf: Gold ist noch attraktiver. Auch hier müssten werdende Eltern nachziehen, denn Gina ist als Mädchenname so unpopulär wie Tina.

    Mehr: Goldpreis steigt auf Rekordhoch – Ende der Kursrally noch nicht in Sicht.

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