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Kommentar Googles wichtige Wette auf die Zukunft

Der Google-Mutterkonzern Alphabet investiert Milliarden Dollar in Datenzentren, Forschung und Infrastruktur. Ob das reicht, ist jedoch ungewiss.
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Der Mutterkonzern des Suchmaschinendienstleisters bietet glänzende Zahlen – und enttäuscht die Anleger dennoch. Quelle: Reuters
Google-Büro in Peking

Der Mutterkonzern des Suchmaschinendienstleisters bietet glänzende Zahlen – und enttäuscht die Anleger dennoch.

(Foto: Reuters)

Auf den ersten Blick sehen die Zahlen des Google-Mutterkonzerns Alphabet blendend aus: mehr Umsatz als von Analysten erwartet, ein neuer Rekordgewinn – und massenhaft Bargeld für mögliche Übernahmen.

Trotzdem verlor die Alphabet-Aktie nach Bekanntgabe der Ergebnisse rund drei Prozent an Wert, weil sich zugleich die Ausgaben des Konzerns im vergangenen Jahr auf 25 Milliarden Dollar verdoppelt haben.

Die Ausgaben sind eine notwendige Wette auf die Zukunft. Google steckt einen großen Teil des Geldes in seinen Strukturwandel, und der ist überfällig.

Bislang ist Alphabet nämlich weitgehend abhängig von einer einzigen Einnahmequelle: Rund 86 Prozent der Erlöse erwirtschaftet der Konzern im volatilen Werbegeschäft.

Der Tech-Rivale Amazon dagegen hat sich längst breiter aufgestellt. Zwar verdient der Onlinehändler immer noch einen großen Teil des Geldes im E-Commerce. Doch schon mehr als die Hälfte des Gewinns erwirtschaftet das Unternehmen mit seiner Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS). Google versucht sich ebenfalls in dem Feld, bislang allerdings mit überschaubarem Erfolg.

Nun greift Amazon den Suchmaschinenkonzern in seinem Kerngeschäft an: 2018 erwirtschaftete der Onlinehändler bereits zehn Milliarden Dollar mit Werbung. Das ist zwar noch ein Bruchteil von Googles Werbeumsätzen.

Gefährlich ist die Entwicklung für den Suchmaschinenkonzern trotzdem, zumal Amazons Daten für einige Werbekunden wertvoller sind als die von Google. Im Gegensatz zu Google weiß der Onlinehändler nämlich nicht nur, was die Nutzer suchen, sondern auch, für was sie tatsächlich Geld ausgeben.

Google reagiert zwar und baut etwa Youtube mit Premium-Inhalten aus, um wie Amazon ebenfalls ein Abo-Modell zu etablieren. Doch um sich gegen den Rivalen behaupten zu können, muss der Suchmaschinenkonzern mehr Geld als bisher in Cloud-Datenzentren, Forschung und Infrastruktur investieren.

 

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