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Kommentar Größenvorteile werden für Wohnungskonzerne immer wichtiger

Auf dem deutschen Immobilienmarkt bahnt sich eine weitere milliardenschwere Fusion an. Die Coronakrise wirkt dabei wie ein Katalysator.
22.05.2020 - 18:42 Uhr Kommentieren
Der Wohnungskonzern spricht mit dem Konkurrenten TAG Immobilien über eine Fusion. Quelle: dpa
Fahnen vor der Zentrale des Immobilienkonzerns LEG

Der Wohnungskonzern spricht mit dem Konkurrenten TAG Immobilien über eine Fusion.

(Foto: dpa)

Frankfurt Wie es sich für den Wonnemonat Mai gehört, machen sich die heimischen Immobilienunternehmen auf Partnersuche. Jetzt wurde bekannt, dass der Wohnungskonzern LEG mit dem Rivalen TAG Immobilien über einen Zusammenschluss verhandelt.

Es wäre nicht die erste Heirat in der Branche. ADO Properties gab Adler Real Estate bereits das Ja-Wort, und die beiden Marktführer Vonovia und Deutsche Wohnen umtanzen sich in einer Art Dauerflirt, bei dem noch nicht klar ist, ob er in einer festen Beziehung enden wird oder nicht. Auch auf dem deutschen Gewerbeimmobilien-Markt kam es erst vor Kurzem zu einer Milliardenfusion: Aroundtown verleibte sich TLG Immobilien ein.

Wie in vielen anderen Branchen auch wirkt die Coronakrise dabei wie ein Katalysator, der bestehende Trends verstärkt und den Handlungsdruck erhöht. Auch vor dem Einschnitt der Pandemie war klar, dass die Immobilienbranche immer mehr zum Skalengeschäft wird. Der lange Boom steuerte langsam, aber sicher auf sein Ende zu, und je weniger der Markt wächst, desto stärker kommt es auf Effizienz und damit auf Größenvorteile an. Dazu kommt die wachsende Regulierung des Wohnungsmarkts, siehe Berliner Mietendeckel.

Beide Trends werden durch die Coronakrise beschleunigt. Die Pandemie hat die erfolgsverwöhnte Branche erst einmal in eine Art Schockstarre versetzt, und keiner weiß, wie es danach wirtschaftlich weitergehen wird. Aber man muss kein Prophet sein, um vorauszuahnen, dass angesichts von Firmenpleiten und steigender Arbeitslosigkeit der Druck zunehmen wird, noch mehr zu regulieren. Das zeigt jetzt schon das vorerst bis Ende Juni terminierte Kündigungsverbot für säumige Mieter.

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    Griechenland geht bereits einen Schritt weiter. Dort verordnet die Regierung Nachlässe von bis zu 40 Prozent für arbeitslose Mieter und Unternehmen, die vorübergehend schließen mussten. Das mag ein Extrembeispiel sein. Aber es zeigt, warum immer mehr Immobilienfirmen zu dem Schluss kommen, dass man gemeinsam besser durch zunehmend schwierige Zeiten kommen könnte.

    Mehr: Angst vor dem Crash: Der Immobilienmarkt in Coronazeiten – wer gewinnt, wer verliert.

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