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Kommentar Halbleiteraktien lösen sich von Konjunkturzyklen

Bricht die Wirtschaft ein, leiden Halbleiteraktien besonders stark – so die Regel. Doch in der Coronakrise zählen die Werte zu den Gewinnern.
25.06.2020 - 12:45 Uhr Kommentieren
Die Aktie des Halbleiter-Herstellers schwankt in konjunkturellen Umbruchphasen mehr als alle anderen Dax-Werte. Quelle: Infineon Technologies AG
Mitarbeiter von Infineon

Die Aktie des Halbleiter-Herstellers schwankt in konjunkturellen Umbruchphasen mehr als alle anderen Dax-Werte.

(Foto: Infineon Technologies AG)

Bis März sind Halbleiteraktien ihrem Ruf als Frühzykliker gerecht geworden. Als Deutschland und viele andere Länder Europas zu dieser Zeit wegen der Coronakrise herunterfuhren, erreichten bekannte Vertreter der Branche wie Infineon oder Dialog Semiconductor ihr Jahrestief.

Seiter ist ein Vierteljahr vergangen, und beide Titel haben ihren Kurs so gut wie verdoppelt. In früheren Phasen hätte es das nicht gegeben. In Jahren, in denen eine bedeutende Wirtschaftsmacht oder gar die gesamte Weltwirtschaft massiv einbricht, würde die Flucht der Anleger aus Halbleiterwerten anhalten. Eine Erholung käme erst dann, wenn verlässliche Zeichen des Aufschwungs zu vernehmen wären.

Dass es diesmal anders ist, hat einen guten Grund. Die Coronakrise treibt die Digitalisierung überall voran. Soft- und Hardware wird erneuert, auch weil die Arbeit im Homeoffice vielerorts erstaunlich gut funktioniert. Die Hersteller der wichtigen Speicherchips sind so mit ihren Produkten trotz Konjunkturkrise stark gefragt.

Das gilt erst recht, sollte die erste Aufwärtstendenz in der Autoindustrie anhalten. Gerade auf den beiden wichtigsten Weltmärkten in China und den USA ist sie derzeit zu spüren. Mit dem Rückgang der Pandemie ist bei Kunden im Reich der Mitte zuletzt auch die Lust auf einen Neuwagen gestiegen. Sollte die Nachfrage in diesem Tempo weitergehen, wäre das auch ein weiterer Kurstreiber für die Halbleiterindustrie.

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    Eines werden die Aktien der Branche allerdings nicht ablegen. Zu den volatilen Titeln gehört es auch, dass es in wirtschaftlich weniger guten Zeiten auch deutlich stärker als anderswo nach unten gehen kann. Langjährige Aktionäre – beispielsweise beim deutschen Marktführer Infineon – kennen das. Kein Dax-Wert schwankt in konjunkturellen Umbruchphasen so sehr wie die Aktie.

    Wie sehr sich Infineon aber von solchen Stimmungen emanzipiert hat, zeigt ein Vergleich mit der Entwicklung während der Finanzkrise Anfang 2009. Die Infineon-Aktie war damals zum Pennystock verkommen und kostete zeitweise nur noch 40 Cent. Im Vergleich dazu hat der Konzern und mit ihm die gesamte Branche die Coronakrise ausgezeichnet gemeistert.

    Mehr: Erfahren Sie hier, welche Aktien vom Corona-Konjunkturpaket profitieren.

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