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Kommentar Hauptsache, es spricht – Warum Alexa noch kein Geschäft ist

Amazon setzt massiv auf die eigene Sprachsoftware. Doch wie die neuen Alexa-Produkte das Geschäft des Onlinehändlers fördern sollen, bleibt unklar.
26.09.2019 - 16:35 Uhr Kommentieren
Amazons Geräte-Chef Dave Limp stellte in Seattle etliche neue Echo-Produkte vor. Quelle: dpa
Amazon-Neuheitenevent

Amazons Geräte-Chef Dave Limp stellte in Seattle etliche neue Echo-Produkte vor.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Amazon gibt es offen zu: Wenn die Sprachassistentin Alexa auf Produkten wie einer Brille oder einem Ring läuft, ist das ein Experiment. Der Techkonzern sieht die Zukunft in der Sprachsteuerung und will herausfinden, wie die Kunden sie am liebsten nutzen. Unklar bleibt allerdings, wie er damit sein Geschäftsmodell stärken kann. Denn Onlineshoppen per Stimme läuft einfach noch nicht. Und eine wegweisende Idee für die Zukunft fehlt unter den präsentierten Neuheiten.

Mit jedem erfolgreichen Produkt sichert sich Amazon Zugang zu Kunden. Das macht Sinn, weil Menschen künftig immer weniger auf Bildschirme gucken werden. Die Versandplattform hat das Geschäft mit den Sprachassistenten erfunden und will seine Führungsposition verteidigen. Deshalb stellt Amazon seine Mikrofone in allen Winkeln der Wohnung auf und bietet jetzt auch Varianten für unterwegs.

Menschen sollen von überall bestellen können, auch wenn sie die Hände voll haben. Die Realität sieht allerdings anders aus. Amazons Alexa ist der Prototyp der modernen Fernsteuerung, die per Befehl das Licht dimmt, das Radio einschaltet und den Wecker stellt. Und mit diesen Funktionen fühlen sich die meisten Nutzer auch gut bedient. Mit den Geräten an sich verdient der Onlinehändler jedoch bewusst kein Geld. Er will nicht Sprachassistenten verkaufen, sondern über die Sprachassistenten alles verkaufen.

Lust zum Kaufen kommt vor allem beim Fühlen, Riechen, Gucken. Für Onlinehändler sind virtuelle Welten und 3D-Animationen deshalb gerade die größte Chance. Aber weder in Amazons neue Brille noch in das Mikro des Fingerrings oder in die Kopfhörer lässt sich so etwas integrieren. Damit bleiben die Produkte eine Lösung für den Einkauf einer Kiste Bier, die man nicht mehr vergleichen muss.

Amazon müsste es gelingen, reale Eindrücke mit Kaufanreizen zu verbinden. Die Antwort, wie das gelingen soll, bleibt der Konzern schuldig. Dauerwerbesendung im Ohr kann nicht die Lösung sein.

Mehr: Amazon hat zahlreiche neue Geräte mit seiner Sprachassistentin vorgestellt. Denn den Onlinehändler treibt genau eine Frage um.

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