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Kommentar Heidelberger Druck fehlt ein Plan für die Zukunft

Die Maßnahmen des Managements zur Rettung des Unternehmens sind richtig. Aber sie sind keine Antwort auf die sich verändernden Absatzmärkte.
09.06.2020 - 17:02 Uhr Kommentieren
Das Richten der Bilanz ist keine Antwort auf die kommenden Herausforderungen. Quelle: dpa
Heidelberger Druckmaschinen

Das Richten der Bilanz ist keine Antwort auf die kommenden Herausforderungen.

(Foto: dpa)

Die Skepsis der Investoren ist ungebrochen. Daran ändert das Update des Vorstands von Heidelberger Druckmaschinen nichts, wie der Blick auf die Börse zeigt. Bis Dienstagnachmittag verliert die Aktie gut drei Prozent, das Papier bleibt ein Pennystock.

Das Votum der Investoren ist verständlich. Natürlich sind die Maßnahmen, die das Management in den zurückliegenden Wochen ergriffen hat, richtig. Priorität hat zunächst die Stabilisierung der Bilanz. Ohne dieses Fundament sind alle Zukunftspläne wertlos.

Der Verkauf von unprofitablen Randbereichen und erfolglosen Produkten ist deshalb zwingend. Heidelberger Druckmaschinen hat kein „Fett“ mehr, um solche Dinge durchzufüttern. Die Fokussierung auf das, was aktuell Geld einbringt – der Bogenoffsetdruck –, ist angesagt.

Doch das Richten der Bilanz ist noch keine Antwort auf die kommenden Herausforderungen. Es hilft vielleicht, die Krise zu überstehen. Aber eine Zukunftssicherung ohne klare Vision, wo es hingehen soll, wird nicht funktionieren. Hier muss das Management möglichst schnell liefern.

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    Der Druckmarkt verändert sich rasant. Das Internet verdrängt in vielen Bereichen klassische Printprodukte. Der gut laufende Verpackungsdruck allein kann Heidelberger nicht retten. Das werden auch die Wallboxen nicht, die Ladestationen für E-Autos, von denen Heideldruck immerhin bereits 30.000 verkauft hat.

    Die dort verbaute Elektronik ist zwar Technologie-Know-how des Unternehmens, das Produkt passt aber nicht zum Kerngeschäft. Das ist die Vervielfältigung von Wissen und Informationen. Genau dazu hat Gutenberg einst den Buchdruck erfunden.

    Nun ändern sich die Verbreitungswege, sie werden digital. Die einzige Chance für Heidelberger ist es, diese Wege mitzugehen, sie mitzugestalten. Der traditionsreiche Maschinenbauer muss sich als Spezialist für die Vervielfältigung von Informationen und Wissen etablieren – ob mit Druckwerken oder ohne.

    Mehr: Heidelberger Druck schrumpft sich gesund

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