Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Hoher Einsatz

41 Milliarden Euro. Noch einmal 4,5 Mrd. Euro mehr. Der Preis, den Eon für den spanischen Versorger Endesa bezahlen will, ist nicht mehr nachvollziehbar. Vor eineinhalb Jahren, bevor Endesa zum Übernahmeobjekt wurde, war das Unternehmen an der Börse noch nicht einmal die Hälfte wert.

Eon behauptet zwar, der Zukauf würde sich trotzdem rechnen. Die strengen finanziellen Kriterien, die Deutschlands größter Energiekonzern an solche Transaktionen legt, würden trotzdem eingehalten. Das kann allerdings nur der Fall sein, wenn sich Endesa tatsächlich so glänzend entwickelt wie prognostiziert. Nach Einschätzung von Analysten war jedenfalls schon bei der Offerte von 35 Euro je Aktie, die Eon im vergangenen Herbst auf den Tisch legte, das Ende der Fahnenstange erreicht. Jetzt hat der Konzern auf stolze 38,75 Euro aufgestockt.

Der lange Übernahmekampf, die lange Auseinandersetzung mit der Energieaufsichtsbehörde und Gerichten, haben Konzernchef Wulf Bernotat in die Enge getrieben. Ohne das Gesicht zu verlieren, hätte er kaum noch den Rückzug antreten können. Gleichzeitig fehlen ihm wirkliche Alternativen, wie er die prall gefüllte Kasse des Unternehmens sinnvoll investieren könnte. Das wissen auch die Endesa-Aktionäre - und haben demenstprechend ihre Erwartungen nach oben geschraubt. Selbst mit dem jetzigen Gebot, kann Eon noch nicht sicher sein, den Widerstand der Aktionäre zu brechen.

Für Bernotat wäre Endesa ein strategischer Zukauf. Er will Eon in einem neuen Markt positionieren - und hofft sich so für die die Liberalisierung der europäischen Energiemärkte zu positionieren. Das ist eine Wette, die aufgehen kann, die aber auch ein gehöriges Risiko trägt. Der Einsatz ist jedenfalls sehr hoch.

Startseite
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%