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Kommentar Huawei fehlen internationale Führungskräfte

Der Netzwerkausrüster ist international aufgestellt. Aber alle Vorstände und Aufsichtsräte stammen aus China. Ein Fehler. Das zeigt auch die Sicherheits-Debatte.
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In der Debatte um Spionagevorwürfe macht der Smartphonehersteller keine gute Figur. Quelle: AP
Huawei

In der Debatte um Spionagevorwürfe macht der Smartphonehersteller keine gute Figur.

(Foto: AP)

Huawei wirbt um Vertrauen. Der chinesische Konzern wird am Dienstag mit viel Pomp ein Cybersicherheitszentrum in Brüssel eröffnen. Volle Transparenz ist das Versprechen. Doch an vielen Stellen fehlt dem Konzern das richtige Feingefühl. Die Firma konzentriert sich ausschließlich auf technische Lösungen für Sicherheitsfragen. Dabei klammert sie die politische Dimension aus. Das ist ein Fehler. Ein Fehler mit System.

Huawei ist zwar einer der internationalsten Konzerne der Volksrepublik. Rund die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet der Netzwerkausrüster außerhalb Chinas. Doch alle Vorstände und Aufsichtsräte stammen aus der Volksrepublik. Auf der Führungsebene fehlt der Firma das nötige Feingefühl für die Situation in den mehr als 170 Ländern, in denen sie operiert.

Seit Monaten steckt Huawei in der schwersten Krise der Unternehmensgeschichte. Immer wieder erheben US-Regierungsbeamte gewichtige Spionagevorwürfe gegen den Konzern. Bei der weltgrößten Mobilfunkmesse MWC in Barcelona war eine Delegation aus den USA vor Ort, um auf einen Ausschluss von Huawei aus den Netzen der US-Verbündeten zu drängen.

Huawei verweist zu Recht darauf, dass keine der Anschuldigungen mit Beweisen unterlegt wurde. Trotzdem macht Huawei in der Debatte keine gute Figur.

Das Angebot von rein technischen Lösungen reicht nicht aus. Huawei muss sich insgesamt öffnen, nicht nur in Krisenzeiten. Und der Konzern muss stärker auf die politischen Sorgen eingehen. Bei Nachfragen zu den Zugriffsmöglichkeiten des chinesischen Staates auf das Unternehmen weicht Huawei aus. Hier braucht der Konzern deutlich bessere Antworten, um Befürchtungen zu zerstreuen.

In Deutschland und anderen Ländern steht der Ausbau der 5G-Netze bevor. Huawei will sich als Partner anbieten und wirbt mit fortschrittlicher Technik. Das reicht nicht. Nur wenn Huawei die Sicherheitsbedenken zerstreuen kann, wird die Firma langfristig erfolgreich sein.

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