Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Hugo Boss muss einen herben Rückschlag verbuchen

Vorstandschef Mark Langer schockiert die Anleger mit der zweiten Gewinnwarnung in diesem Jahr. Seine Wachstumsstory gerät in Gefahr.
Kommentieren
Hugo Boss: Langer muss Prognose zum 2. Mal nach unten korrigieren Quelle: dpa
Flagship-Store von Hugo Boss

Die Wachstumsstrategie von Vorstandschef Mark Langer gerät in Gefahr.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Vor kurzem noch gab es für Mark Langer Grund zu feiern: Er eröffnete das weltweit größte Outlet von Hugo Boss in Metzingen. Das sollte ein Zeichen für die weitere Expansion des Modekonzerns sein. Doch die gerät ins Stocken. Gestern Abend musste Langer zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Prognose nach unten korrigieren.

Damit gerät die Wachstumsstrategie von Vorstandschef Langer in Gefahr. Erst hat er angekündigt, der Konzern werde bis 2022 jährlich um fünf bis sieben Prozent wachsen. Nun aber erwartet er in diesem Jahr nur noch währungsbereinigt ein Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Statt eines höheren operativen Ergebnisses dürfte es sogar schlechter ausfallen als im vergangenen Jahr.

Langer setzt bei seiner Wachstumsstrategie neben dem Online-Geschäft und der Zweitmarke Hugo vor allem auf den Absatzmarkt in Asien. Allerdings machen dem Konzern derzeit die Unruhen in Hongkong einen Strich durch die Rechnung. Wegen der Massenproteste in der Sonderverwaltungszone verzeichnet der Modekonzern dort rückläufige Geschäfte. Hinzu kommt, dass es auch auf dem wichtigen US-Markt nach wie vor schlecht läuft.

Vor allem Langers Hoffnung, dass sich das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte bessere, erweist sich bislang als trügerisch. Damit die Anleger das Vertrauen in seine Strategie nicht verlieren, muss Langer ab nächstem Jahr liefern. Sonst muss er seine ambitionierten Wachstumspläne ad acta legen. Das wiederum dürfte weder dem Aufsichtsrat und seinem Chef Michel Perraudin noch den Investoren gefallen.

Mehr: „Gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten“ belasten den Modekonzern. Er rechnet nur noch mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Startseite

Mehr zu: Kommentar - Hugo Boss muss einen herben Rückschlag verbuchen

0 Kommentare zu "Kommentar: Hugo Boss muss einen herben Rückschlag verbuchen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote