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Kommentar In den Banken braucht es mehr Frauen

Die Finanzbranche muss dringend bessere Rahmenbedingungen für den Aufstieg von Frauen schaffen – im Zweifel mit einer festen Quote.
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Noch immer ist der Anteil weiblicher Führungskräfte gering. Quelle: E+/Getty Images
Frauen in der Finanzbranche

Noch immer ist der Anteil weiblicher Führungskräfte gering.

(Foto: E+/Getty Images)

Zumindest die Diagnose des Problems ist klar: Die Finanzbranche braucht dringend mehr Frauen, vor allem in Führungspositionen. Nicht nur weil Gleichberechtigung im Job eine Selbstverständlichkeit sein sollte, sondern auch, weil es inzwischen beinahe Allgemeingut ist, dass gemischte Teams bessere Ergebnisse erzielen als uniforme Gruppen, deren Mitglieder im Zweifel an den gleichen Universitäten die gleichen Fächer studiert und in den gleichen Unternehmen Karriere gemacht haben.

Diversität am Arbeitsplatz ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch eine des unternehmerischen Erfolgs. Im Zweifel hilft eine buntere Mischung zumindest der Langeweile im Job vorzubeugen, und auch das ist schon ein Wert an sich.

Wenn die Diagnose also klar ist, warum fällt die Therapie dann so schwer? Ja, auch in der Finanzbranche steigt der Frauenanteil – allerdings im Schneckentempo. Noch immer ist das weibliche Geschlecht deutlich unterrepräsentiert, zumindest wenn es um die höheren Sprossen auf der Karriereleiter geht.

Wie lässt sich das ändern? Im Zweifel mit der Holzhammermethode, das heißt mit einer festen Quote. Die hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Frauen, die mit Hilfe des Proporzes Karriere machen, müssen sich wohl oder übel mit dem Klischee der Quotenfrau herumschlagen.

Deshalb sollten Unternehmen zunächst andere, elegantere Wege ausprobieren. Ein wichtiger Schritt wären familienfreundlichere Jobs. Das heißt zum Beispiel flexible und reibungslose Rückkehr nach dem Mutterschutz und Job-Sharing auch in Führungspositionen.

Zuallererst müssen Banker, Broker und Vermögensverwalter allerdings ihr frauenfeindliches Image loswerden. Wer wissen will, wie weit der Weg noch ist, der muss sich nur einmal unter die Menge auf einem der vielen Bankerempfänge in der Frankfurter City mischen. Dort wird jeder Hauch von Diversität in aller Regel noch immer in einem Meer aus dunkelgrauen Herrenanzügen ertränkt.

Mehr: Sind Frauen die bessern Fondsmanager?

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1 Kommentar zu "Kommentar: In den Banken braucht es mehr Frauen"

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  • Warum ist die Diversität immer nur bei den prestigetächtigen und gut bezahlten Jobs so wichtig. Ich habe noch nie etwas von einer Forderung nach Diversität bei der Müllabfuhr oder der Straßenreinigung gehört. Mir kommt die Diskussion um Teilhabe und Diversität immer mehr wie eine maskierte Umverteilung vor, bei der versucht wird, Teilhabe über Gruppenzugehörigkeit zu erzwingen,