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Kommentar In der Krise zeigt sich, wer die Kapitänin ist

Kanzlerin Merkel und der Bayer Söder machen die beste Figur in der Coronakrise. Die Opposition wirkt dagegen richtungslos.
30.03.2020 - 03:48 Uhr 6 Kommentare
Kommentar: In der Krise zeigt sich, wer die Kapitänin ist Quelle: imago images/Christian Spicker
Markus Söder und Angela Merkel

Erster Offizier und Kapitänin

(Foto: imago images/Christian Spicker)

Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, gibt es einen, der die Sache regelt. Das ist in der Coronakrise Angela Merkel. Die Kanzlerin steuert das Land wie in allen schwierigen Lagen der vergangenen Jahre auf Sicht. Unterstützt wird Merkel von ihrem ersten Offizier Markus Söder und ihrem Steuermann Jens Spahn.

Das empfinden auch die Menschen so. In der Beliebtheitsskala steigt Merkel auf neue Höhen. Nach der Flüchtlingskrise hätte das keiner für möglich gehalten. Ähnliches gilt für den bayerischen Ministerpräsidenten, der auf einmal der zweitbeliebteste Politiker ist, schenkt man dem ZDF-Politikbarometer Glauben.

Die SPD bekommt dagegen ihr Maschinenraumtrauma nicht los. Während bei der Union die Umfragewerte anziehen, bewegen sich die Sozialdemokraten eher seitwärts. Obwohl Finanzminister Olaf Scholz und Arbeitsminister Hubertus Heil einen ordentlichen Job machen.

Für Peinlichkeiten sorgte wieder die neue SPD-Spitze, die es fertigbrachte, in einer der größten Krise der Nation in einem Brief an die Mitglieder nur die eigenen Minister zu loben. Ganz nach dem Motto: Erst die Partei und dann das Land. In den Krisen Deutschlands wachsen Politiker über sich hinaus, oder sie schrumpfen.

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    Deshalb gibt es auch noch die dritte Kategorie an Bord, die der Leichtmatrosen. Die beiden größten Exponenten sind Christian Lindner und Robert Habeck. Sie teilen zwar das harte Los der Opposition, die es in Krisenzeiten immer schwer hat, Punkte zu machen.

    Bei FDP und Grünen sinken die Umfragewerte

    Bei FDP-Chef Lindner gewinnt man aber den Eindruck, dass er durch sein Weglaufen bei Jamaika und die Vorgänge in Thüringen viel Kredit verspielt hat. Die FDP nähert sich gefährlich der Fünf-Prozent-Hürde.

    Bei den Grünen bröckeln ebenfalls die Umfragewerte, wenn auch auf höherem Niveau. Für die Bürger sind sie offensichtlich eine Ein-Thema-Partei. Jetzt wäre aber gesundheitspolitische Kompetenz gefragt.

    Die Ökopartei hat immer auch Klientelpolitik für Impfgegner und Globuli-Befürworter gemacht. Das rächt sich nun. In der Klimakrise sollte immer auf Wissenschaft gehört werden. Genau wie jetzt in der Coronakrise. Jetzt braucht man aber Schulmedizin und keine Ideologie.

    „Es ist keine Zeit für einen vorschnellen Exit oder eine Debatte darüber“

    Es werden Impfstoffe mit bestimmt heftigen Nebenwirkungen benötigt und keine homöopathischen Zuckerkügelchen. Auch bei der Wirtschaftspolitik ist Habeck blank. Er gab ernsthaft kleinen Selbstständigen den Rat, sie mögen jetzt ihre Ölheizungen austauschen. Da wirkte er nicht sehr nah an den Nöten des kleinen Mittelstands.

    Das alles sind nur Momentaufnahmen. Schon in normalen Zeiten gilt: In der Politik ist ein Tag wie eine Ewigkeit. Doch derzeit machen Merkel und Söder die beste Figur.

    Mehr: Markus Söder – Vom Virusbekämpfer zum Kanzlerkandidaten?

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    6 Kommentare zu "Kommentar: In der Krise zeigt sich, wer die Kapitänin ist"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Peinlicher Artikel - außer persönlichen Ansichten und (Vor-)Urteilen keine Information ...
      Dummer Mainstream, sonst nix zu bieten ...

      Solche Artikel sollte sich das Handelsblatt wirklich schenken ...

    • Ach, Metzchen!

    • @ Frank Krebs

      "Das Land wird aus dieser Krise als die proportional und moralisch stärkste Wirtschaftsnation der Welt hervorgehen."

      -> Ich denke, Sie werden Ihrer Filterblase auch nie mehr entkommen.
      Ein Volk mit Eigenschaften wie unten zitiert??
      "Lethargisch, schuldvoll, demütig, unterdrückt. Das perfekte Volk der Herrscher."



      "Dies sind historische Zeiten, wir werden Zeugen, vom Ende des amerikanischen Zeitalters."

      -> Amerika wird nicht untergehen - auch wenn sich seine Weltmachtstellung auf ein total kaputtes Dollar-Schuldgeldsystem stützt, das es mit Zähnen, Klauen und notfalls auch F-16-Kampfbombern verteidigt.
      Und warum nicht? Weil die Amerikaner in ihrer Mehrheit das genaue Gegenteil der Deutschen sind.
      Insbesondere sind sie nicht das Volk der Herrscher, sonderrn das Volk der FREIEN MENSCHEN!!
      Mit einem selbstbewussten, kraftvollen, starken Prädidenten (den ich allerdings wegen seiner Finanzpolitik durchaus heftig kritisiere). Ein solches Volk wird immer überleben, Herr Krebs.



      "Die USA werden nach dieser Krise, von China als Weltmacht abgelöst werden. "

      -> In diesem Jahrzehnt wird als erstes die freiheitsverachtende chinesische KP abgelöst werden, weil sie jetzt ihre Macht nur mit immer stärkerer Repression gegen das eigene Vok wird verteidigen können.


    • Ich kann dem Kommentator nur begrenzt zustimmen. Nach A. Merkels Adresse an die Nation brach erst einmal ein nicht sehr würdiger Kleinkrieg zwischen den Herrn Söder und Laschet aus. M.Söder hat auch deutlich gemacht, nachdem sich die MPs auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt hatten, sich nicht daran zu halten und noch einen Zacken schärfer vorzugehen. Das sah sehr nach Profilierungsneurose aus. Obgleich in Bayern vieles schnell und richtig gemacht wird.
      Auch vermisse ich neben der notwendigen Transparenz die Vermittlung einer Perspektive. Das RKI schränkt gerade die Kommunikation ein (nur noch zweimal/ Woche eine Pressekonferenz und Anfragen nur schriftlich vorab) und die heute vom Sachverständigenrat eingeforderte Entwicklung einer Perspektive fehlt auch. Es reicht nicht, dass Kanzleramtsminister Braun nur etwas störrisch vermeldet, bis zu 20. April nichts zu ändern. Gerade damit die Öffentlichkeit und die Wirtschaft die harten Einschnitte und enormen Zukunftsrisiken mittragen, müssen klare Prüfpunkte und Kriterien für den Erfolg (oder Misserfolg) der Maßnahmen definiert werden. Zudem braucht es ein rechtzeitig kommuniziertes Konzept in welchen Schritten Freiheiten zurückgegeben und das öffentliche und wirtschaftliche Leben wieder hochgefahren werden sollen. Sonst sind schnell Vertrauen und Geduld verspielt und die Mannschaft meutert, um im Bilde zu bleiben

    • Die Politik und die Institutionen, in Deutschland , machen zur Zeit wirklich vieles richtig. Das Land wird aus dieser Krise als die proportional und moralisch stärkste Wirtschaftsnation der Welt hervorgehen. Die Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit der chinesischen tut ein Übriges. Die USA werden nach dieser Krise, von China als Weltmacht abgelöst werden.
      Die USA haben nach diesem Komplettversagen in jeder Hinsicht Ihr Recht, als Führungsmacht zu fungieren verwirkt. Das Land wird darüber hinaus, mindestens ein Jahrzehnt, durch die Corona-Verwerfungen, mit sich selbst beschäftigt sein.
      Dies sind historische Zeiten, wir werden Zeugen, vom Ende des amerikanischen Zeitalters. Es währte nur gut 100 Jahre.

    • Na ja, im Moment sieht es so aus, als ob die Politik nur auf die Virologen hört und das Land abgeschaltet hat. Man klopft sich auf die Schultern, dass man aus virologischer Sicht alles richtig macht, und man hat ja schließlich eine Menge Geld für die Wirtschaft locker gemacht und somit ist das "Problem Wirtschaft" gelöst.
      Wenn ich eine Firma zu Tode hungern lasse, wird sie auch durch ein Festmahl von 156 Mrd € nicht wieder lebendig!
      Bis hier hin sehe ich noch nicht die große politsche Leistung.
      Die wird sich hoffentlich zeigen, mit welchem Augenmaß das Land und die Wirtschaft wieder hochgefahren wird.
      Augenmaß bedeutet, Opfer und Schäden auf BEIDEN Seiten zu akzeptieren und auszubalancieren, denn es wird keinen Weg geben, es Allen recht zu machen.

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