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Kommentar Infineon-Chef Ploss hätte die Probleme der Cypress-Übernahme im Vorfeld erkennen müssen

Bis heute wartet der Chiphersteller darauf, dass die Behörden die Übernahme von Cypress genehmigen. Das erlebt CEO Ploss nicht zum ersten Mal.
21.02.2020 - 04:00 Uhr Kommentieren
Der erfahrene CEO ist schon einmal mit einem Zukauf in Amerika am Veto der Aufseher spektakulär gescheitert. Quelle: Imago
Infineon-Chef Reinhard Ploss

Der erfahrene CEO ist schon einmal mit einem Zukauf in Amerika am Veto der Aufseher spektakulär gescheitert.

(Foto: Imago)

Es ist fast ein Dreivierteljahr her, seit Infineon-Chef Reinhard Ploss die Übernahme des Konkurrenten Cypress ankündigte. Für neun Milliarden Euro will sich der Manager den amerikanischen Chiphersteller einverleiben. Ursprünglich wollte Ploss den Deal spätestens Anfang des Jahres abschließen. Bis heute allerdings wartet der 64-Jährige darauf, dass die Behörden in Amerika und China die Transaktion genehmigen.

Ploss befindet sich dabei in einer schwachen Position. Ob die Regierungen die Übernahme erlauben, hängt nicht zuletzt von politischen Erwägungen ab; das heißt: von Faktoren, die außerhalb seines Einflusses liegen. Dass der Kauf strategisch sinnvoll ist, bezweifelt inzwischen kaum noch jemand.

Infineon rundet sein Produktportfolio ab und kann mit den Cypress-Chips seine teuren Werke besser auslasten. Der hohe Preis gefällt zwar nicht allen Aktionären. Doch Ploss hat vor einigen Jahren bereits einen Milliardenzukauf gewinnbringend umgesetzt.

Gleichzeitig ist der erfahrene Unternehmensführer aber auch schon einmal mit einem Zukauf in Amerika am Veto der Aufseher spektakulär gescheitert. Ploss musste also wissen, dass es mit der Übernahme schwierig werden würde.

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    Der CEO zeigt sich nach wie vor sehr zuversichtlich, dass er den Deal unter Dach und Fach bringen kann – spätestens Anfang nächsten Quartals soll es nun so weit sein. Die Aktionäre können nur hoffen, dass es tatsächlich gelingt, Cypress zu kaufen. Der Schaden für die Anleger wäre beträchtlich, müsste Ploss die Akquisition absagen.

    Es käme auf Infineon eine gewaltige Schadensersatzsumme für Cypress zu. Zudem säße der Konzern auf Milliarden, die er schon für die Transaktion eingesammelt hat – und hätte keine Verwendung dafür. Dass ein Teil des Geldes aus einer Kapitalerhöhung stammt, wäre für die Aktionäre zweifellos am ärgerlichsten.

    Noch besteht Hoffnung, dass Infineon zum Zuge kommt. Wenn der Konzern bei Cypress scheitert, wird Ploss den Investoren viel zu erklären haben.

    Mehr: Der Chiphersteller bangt seit Monaten um die Genehmigung eines Zukaufs in Amerika durch die Behörden.

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