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Kommentar Investments in Straßen, Flughäfen oder Stromleitungen bleiben trotz Corona attraktiv

Investments in Infrastruktur stehen wegen der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie unter Druck. Dennoch sind die eine interessante Alternative.
13.08.2020 - 17:07 Uhr Kommentieren
Infrastrukturinvestments gelten als stabile Anlageklasse – nicht nur im Bereich Verkehr. Quelle: dpa
Abflughalle des Frankfurter Airports

Infrastrukturinvestments gelten als stabile Anlageklasse – nicht nur im Bereich Verkehr.

(Foto: dpa)

Der Bereich Infrastruktur hat zuletzt nicht mit guten Nachrichten überzeugt. Gebeutelt von der Coronakrise hat es etwa den Verkehrssektor hart getroffen. Das gilt insbesondere für Flughafenbetreiber wie Fraport und ebenfalls für Mautunternehmen wie die italienische Vinci. Doch der Eindruck täuscht: Insgesamt sind und bleiben Infrastrukturinvestments stabile Anlagen nicht nur im Bereich Verkehr, sondern auch in den Sparten Kommunikation, Energie und Versorgung.

Was alle Bereiche gemeinsam haben: Es gibt in der Regel hohe Markteintrittsbarrieren für neue Unternehmen, ein stabiles, vorhersehbares Wachstum und beständige Nachfrage. Der Cashflow, also der Zufluss an liquiden Mitteln, ist stabil.
Außerdem bieten sich Investments in den Bereich Infrastruktur über Fonds als regelrechtes Schnäppchen an. Die Anlagegesellschaft Nordea hat ausgerechnet, dass durch den Überverkauf von börsennotierten Infrastrukturunternehmen diese einen Abschlag von rund 15 Prozent im Vergleich zum breiteren US-Aktienmarkt mit Blick auf den operativen Gewinn (Ebitda) bieten.

Insgesamt bevorzugte die Börse Wachstumswerte, und das ist nicht das Profil der Infrastrukturinvestments. Diese glänzen in der Regel durch Zuverlässigkeit. Zudem werden sie durch stabile Dividenden von Großanlegern quasi als Ersatz für Staatsanleihen angesehen. Der Grund: Bonds von Staaten bieten heute keinen nennenswerten Ertrag mehr, und bei steigenden Inflationsrisiken können sie zudem deutlich an Wert verlieren.

Auch mit Kursgewinnen ist es bei Staatsanleihen sicherlich nicht mehr weit her, nachdem viele von ihnen inzwischen „renditefrei“ sind. Teilweise müssen Investoren wegen Negativzinsen draufzahlen und erhalten weniger Geld zurück, als sie hineingesteckt haben.
Deswegen bleiben Infrastrukturanlagen bei Pensionsfonds und Staatsfonds sowie Versicherungsunternehmen gesucht. Dabei ist das Angebot an neuen Investmentmöglichkeiten gering. Deshalb warten viele Investoren etwa auf den Börsengang von Vantage Towers, der Funkturmsparte von Vodafone.

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    Wahlkampfthema Infrastruktur

    Die Emission soll im nächsten Frühjahr erfolgen und mehrere Milliarden Euro umfassen. Das Angebot wird sicherlich viele Amerikaner anlocken, da die Funktürme in den USA höher bewertet werden als in Europa.

    Aber es wird noch mehr Gelegenheiten geben. Die Schweizer Bank UBS rechnet bis zum Jahr 2035 mit 69 Billionen Dollar, die nötig sind, um die Infrastruktur weltweit zu verbessern. Das gilt auch für die USA, wo die beiden Präsidentschaftskandidaten Joe Biden von den Demokraten und der jetzige Präsident Donald Trump sich um das höchste Amt der USA bewerben.

    Investments in die teilweise marode Infrastruktur in den USA wird im Wahlkampf sicherlich eine Rolle spielen. Insgesamt sind Infrastrukturfonds für Privatanleger mehr als einen zweiten Blick wert.

    Mehr: Anlagen in Infrastruktur trotzen der Krise

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