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Kommentar Isabel Schnabel ist eine gute Wahl als EZB-Direktorin

Die Wirtschaftsweise ist mit ihrer Kompetenz und Offenheit die richtige Person für das EZB-Direktorium. Schnabel lässt sich nicht in ein Lager pressen.
23.10.2019 - 17:35 Uhr Kommentieren
Mit ihr zieht eine weitere Ökonomin in das Direktorium ein. Quelle: imago/IPON
Isabel Schnabel

Mit ihr zieht eine weitere Ökonomin in das Direktorium ein.

(Foto: imago/IPON)

Frankfurt Die Bundesregierung hat die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel für das Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) nominiert. Nun müssen nur noch die Euro-Finanzminister zustimmen.

Schnabel ist eine hervorragende Wahl. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie offen für andere Positionen ist. Das ist aktuell besonders wichtig. Als Mitglied im EZB-Direktorium wird sie ein wichtiges Sprachrohr der EZB in Deutschland sein. Und wenige Themen polarisieren hier derzeit so stark wie die Geldpolitik.

Auf der einen Seite stehen die Kritiker, die den Kurs der EZB fundamental ablehnen. Sie werfen ihr vor, die Sparer zu enteignen, und fordern höhere Zinsen – zum Teil völlig unabhängig davon, wie sich die Wirtschaft entwickelt.

Auf der anderen Seite stehen die Befürworter, die auch wegen der scharfen Angriffe zum Teil sehr empfindlich gegenüber Kritik an der EZB geworden sind. Bei vielen Ökonomen ist es sehr vorhersehbar geworden, was sie zu Entscheidungen der EZB sagen. Ihnen ist die Offenheit für andere Positionen abhandengekommen. Schnabel hat den Vorteil, dass sie sich nicht in eines der Lager pressen lässt. Sie hat die EZB in einzelnen Punkten kritisiert, aber sie auch gegen Angriffe in Schutz genommen.

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    Zudem ist sie diskussionsfreudig und kommunikativ. Damit ist sie gut für eine ihrer wichtigsten Aufgaben gewappnet: die Geldpolitik der EZB der deutschen Öffentlichkeit besser zu erklären. Im Euro-Raum obliegt diese Aufgabe vor allem den nationalen Notenbanken. Da Bundesbank-Präsident Jens Weidmann aber zu den prominentesten Kritikern der Geldpolitik der EZB gehört, kann er diesen Part kaum ausfüllen.

    Schnabel passt auch deshalb gut ins EZB-Direktorium, weil sie eine hervorragende Ökonomin ist. Mit dem Ausscheiden von Mario Draghi und dem französischen Direktor Benoît Cœuré verliert das Gremium demnächst viel ökonomischen Sachverstand. Daher ist es gut, dass mit Schnabel eine weitere Ökonomin ins Direktorium einzieht.

    Mehr: Isabel Schnabel soll ins Direktorium der EZB einziehen. Ihre wichtigste Aufgabe: Der deutschen Öffentlichkeit die umstrittene Geldpolitik zu erklären. Lesen Sie hier mehr.

    Mit diesen Instrumenten bestimmt die EZB die Geldpolitik in Europa

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