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Sechs Abstimmungen, sechs Niederlagen: Vor der Zwangspause wurde Premierminister Johnson vom Parlament regelrecht vorgeführt. Doch der wahre Kampf kommt erst noch.

Kommentare

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  • Interessante (andere) Sichtweise. In Deutschland würde eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung für die EU-Mitgliedschaft stimmen! Und das ist auch gut so! Wenn England letztendlich austritt, wünsche ich denen trotzdem alles Gute für die Zukunft. Schwierig wird es, wenn man zu sehr Vorteile / Nachteile gegeneinander versucht aufzurechnen. Ich jedenfalls fühle mich wohl dabei, wenn ich mal wieder In Polen, Kroatien, Baltikum usw. bin und dort interessante Kontakte/Gespräche führen kann, ohne großen Aufwand. Diese Menschen sind für Europa.

  • - Fortsetzung 2 -

    Aber aus den gleichen europhilen Gründen muß ein jeder, der seines Verstandes noch mächtig ist, gegen einen zentralistischen europäischen Großstaat vom Reißbrett der Brüsseler Einheitsarchitekten votieren." (Die Euro-Katastrophe. Für Europas Vielfalt - gegen Brüssels Einfalt, Böblingen 1993)

  • - Fortsetzung 1 -

    Er zeichnet sich aus durch einen ENA-Abschluss, hohe Intelligenz, absolute Staatstreue und beträchtliche Härte. „Kompromiss“ ist für ihn ein dirty word und kommt nicht über seine Lippen.
    Sein Gegenspieler war nicht mehr Cameron, sondern Mrs. May, eine fähige und starke Politikerin, die aber durch die Umstände Ihrer Wahl ziemlich unvorbereitet und viel zu arglos in den Ring gestiegen ist. Vor allem fehlte auf britischer Seite ein zu Ende gedachter Plan B, nämlich der no-deal-Brexit, den ja eigentlich schon Cameron als Möglichkeit im Auge hatte."
    https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/raus-aus-deutschland/

    Die Eurokraten in Brüssel sabotierten also (neben den unterlegenen britischen Brexit-Gegnern) bis dato kräftig die Mehrheitsentscheidung der britischen Bürger.
    Und damit keine Missverständnisse aufkommen: ich bin selber ein überzeugter Europäer, aber eben ein genauso überzeugter EU-Gegner - "Europäer" wird ja heute bewusst (und fälschlich) von Politik und Medien mit EU-Anhänger gleichgesetzt.
    Ich war sogar schon überzeugter Europäer in meiner Jugend - nämlich als Interrail-Fan: mit Rucksack im Zug quer durch Europa - das gab es auch schon zu Zeiten einer (kleinen) EG ohne politische Groß-EU. Die Zollkontrollen haben damals auch nicht wirklich gestört, wobei ich die ausländischen Zöllner sogar noch in viel besserer Erinnerung habe als die deutschen.
    Wovon sich die Briten jedoch hoffentlich bald endgültig befreien, ist daher auch nicht "Europa" - sondern sie befreien sich von dem, was Roland Baader bereits vor über 25 Jahren beschrieben hat:
    "Kein vernünftiger Mensch kann gegegn die großartige Idee von einem geeinten Europa sein, also gegen jene Vorstellung von einem friedlichen Europa der Bruderstaaten ohen Grenzen für Menschen, Dienste, Güter und Kapital, die gottlob in weiten Teilen schon Realität geworden ist.

  • Ich weiß. dass das überzeugte EU-ler provoziert, aber noch einmal mein Beitrag von neulich:
    "...die Briten haben vor über drei (!!!) Jahren MEHRHEITLICH UND DEMOKRATISCH beschlossen, dass sie von EU-Bürokratismus, Regulationen, Fiskal- und Steuerpolitik, Globalismus, Political Correctness und insbesondere "Migrationspolitik Merkel´scher Prägung" die Schnauze voll haben und das EU-Schiff ver- und dem Untergang überlassen wollen:
    https://grrrgraphics.com/abandon-ship-brexit-great-britains-escape-from-the-eu
    Warum wohl lässt man die Deutschen nicht demokratisch per Volksabstimmung über den Euro bzw. einen Euro- oder EU-Austritt abstimmen??
    Nun wird dieses mehrheitliche Abstimmungsergebnis seit über drei Jahren von der EU und den unterlegenen Brexit-Gegnern sabotiert - und daher ist es absolut richtig, dass Boris jetzt Nägel mit Köpfen macht und
    1. der EU glasklar zu verstehen gibt: wir möchten mit Eurem Laden nichts mehr zu tun haben!! und
    2. die unterlegenen britischen Brexit-Gener kaltstellt."
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/-newsblog-brexit-arbeitslosenquote-in-grossbritannien-auf-dem-tiefsten-stand-seit-mitte-der-70er/23920746.html

    Boris´ Vorgängerin im Amt Theresa May hat sich nämlich von der EU komplett über den Tisch ziehen lassen - das wäre der größten europäischen Politikerin des letzten Jahrhunderts, nämlich Maggie Thatcher (Gott hab sie selig!!!), garantiert nicht passiert:
    "Als GB sich vor drei Jahren in einem Referendum, immerhin demokratisch, für den Brexit entschieden hatte, wurden in Brüssel alle Register gezogen, dies zu hintertreiben. Als Verhandlungsleiter für die Organisation des Brexit wurde Michel Barnier erkoren. Der ist zwar nicht mein unmittelbarer Nachbar, aber immerhin, wir haben zahlreiche gemeinsame Bekannte. Ich verfolge seine Karriere seit langem, eigentlich schon seit er über die regionale Politkebene hinausgewachsen ist.

  • Wenn eine nochmalige Frist-Verlängerung beantragt würde, könnte ich mir vorstellen, dass diese letztendlich gewährt wird. Meiner Meinung nach wird viel zu wenig berichtet, was für unterschiedlichen Möglichkeiten an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland tatsächlich bestehen. Eine Lösung war im Gespräch, nämlich eine zolltechnische Grenze zwischen Großbritannien und Nordirland, da dort der Warenverkehr nicht so umfangreich wäre. Damit werden sich die Protestanten in Nordirland kaum einverstanden erklären.

  • Es ist ja keineswegs sicher, dass die EU einer Verschiebung zustimmt. Daher kann es trotz Gesetz immer noch zu einem ungeregelten Brexit kommen. Und vielleicht wäre Europa gut beraten den ja wohl unaufhaltsamen Brexit zu vollziehen um dann aus einer Position der Stärke ein neues Abkommen mit Großbritannien abzuschließen.

  • Das Fazit teile ich auch.
    Leute wie Johnson sind so fanatisch und arbeiten mit den übelsten Tricks, wie man Wahrscheinlich noch sehen wird.
    Am Ende wird er seine gesamte Karriere opfern nur um den bedingungslosen Brexit durch zuziehen.
    Einen Vorteil hätte das aber auch, das Ganze gezerre um den EU Austritt wäre endlich vorbei.

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