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Kommentar Källenius ist ein Vorstandschef auf Bewährung

Der Daimler-Chef hat einen katastrophalen Start hingelegt. Källenius muss jetzt endlich zeigen, dass er den Autokonzern zukunftsfest aufstellen kann.
09.02.2020 - 18:39 Uhr Kommentieren
Dass der Schwede vor allem auf einen zusätzlichen Abbau von Arbeitsplätzen setzt, wird die Stimmung im Daimler-Konzern kaum verbessern. Quelle: Bloomberg
Ola Källenius

Dass der Schwede vor allem auf einen zusätzlichen Abbau von Arbeitsplätzen setzt, wird die Stimmung im Daimler-Konzern kaum verbessern.

(Foto: Bloomberg)

Selten hat der Vorstandschef eines Dax-30-Konzerns in den ersten zwölf Monaten einen so katastrophalen Start hingelegt wie Ola Källenius bei Daimler. Nach drei Gewinnwarnungen innerhalb kurzer Zeit und dem Einbruch des Aktienkurses von mehr als 20 Prozent ist die Stimmung bei Investoren an einem neuen Tiefpunkt angekommen.

Noch fordert niemand einen Wechsel an der Spitze des Daimler-Konzerns. Doch die Geduld mit dem Nachfolger von Langzeitboss Dieter Zetsche dürfte bald aufgebraucht sein, wenn Källenius nicht in absehbarer Zeit nachhaltige Erfolge vorweisen kann. Der Schwede muss endlich zeigen, dass das Daimler-Versprechen „Das Beste oder nichts“ nicht zur Phrase verkommt.

Die Transformation der Autoindustrie belastet nicht nur Daimler. Auch die Traditionsmarken VW und BMW stehen unter erheblichem Druck. Doch nirgends hinterlässt der Umbau des Geschäftsmodells so tiefe Spuren wie in Stuttgart.

Am deutlichsten werden die Schwächen beim Umstieg auf die Elektromobilität. Im Vergleich zum Konkurrenten BMW hat Daimler im vergangenen Jahr auf dem Heimatmarkt nicht einmal ein Zehntel der Elektrofahrzeuge verkauft. Stand heute spielt die Marke mit dem Stern in der Elektromobilität keine Rolle.

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    Das soll sich in diesem Jahr zwar schlagartig ändern. Doch die Skepsis ist groß, dass Daimler im Wettkampf gegen BMW, VW und vor allem Tesla ausreichend schnell aufholen kann.

    Bei der Vorlage der Jahresbilanz wird Daimler-Chef Källenius nicht nur Fragen nach der Wettbewerbsfähigkeit in Sachen E-Mobilität beantworten, sondern auch einen klaren Plan zur Effizienzsteigerung aufzeigen müssen. Dass der Schwede vor allem auf einen zusätzlichen Abbau von Arbeitsplätzen setzt, wird die Stimmung im Konzern kaum verbessern.

    Ola Källenius hat erkennbar ein schweres Erbe von Dieter Zetsche übernommen. Aber nach Jahren im Vorstand kann er nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Es liegt jetzt an ihm, eine bessere Strategie für Daimler zu entwickeln. Viel Zeit bleibt ihm nicht.

    Mehr: Daimler bremst sich mit Konflikten im Management selbst aus. Investoren fordern einen Befreiungsschlag von Vorstandschef Källenius. Doch der zögert.

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