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Kommentar Kaliforniens Verbrenner-Verbot ist ein Blick in die globale Zukunft

Der US-Bundesstaat verbannt Benzin- und Dieselfahrzeuge. Eine drastische Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel – es wird nicht die einzige bleiben.
24.09.2020 - 13:06 Uhr 1 Kommentar
Die Waldbrände in Kalifornien sind auch Folge des Klimawandels. Der Bundesstaat wehrt sich jetzt drastisch dagegen – das dürfte Vorbildfunktion haben. Quelle: AFP
Bucht von San Francisco

Die Waldbrände in Kalifornien sind auch Folge des Klimawandels. Der Bundesstaat wehrt sich jetzt drastisch dagegen – das dürfte Vorbildfunktion haben.

(Foto: AFP)

Kalifornien ist schon immer ein Vorreiter in der amerikanischen Klimapolitik gewesen. Da überrascht auf den ersten Blick die Vorgabe nicht, ab 2035 keine Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotoren mehr zuzulassen.

Allerdings ist das Verkaufsverbot selbst für den liberalen Bundesstaat eine harsche Maßnahme. Sie tritt früher in Kraft als in Ländern wie Frankreich, das 2040 anpeilt. Auch umfasst die von Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete Vorgabe Lastwagen und Baufahrzeuge, die bis 2045 umgestellt werden müssen. Ein Novum, das zeigt, wie ernst es Kalifornien ist.

Das Verkaufsverbot hat weitreichende Folgen für die Autobranche. Nicht nur werden in Kalifornien elf Prozent aller Fahrzeuge in dem zweitwichtigsten Markt der Welt verkauft. Auch werden zahlreiche Bundesstaaten wie Oregon folgen, Kalifornien hat traditionell eine Vorreiterrolle in den USA.

Die Interessenverbände wehren sich entsprechend, verweisen auf die fehlende Ladestruktur für E-Mobilität und andere Probleme. Auch die US-Regierung kritisierte das Verbot scharf, es würde Arbeitsplätze kosten, die Verbraucherpreise treiben und überhaupt den Amerikanern ihren Alltag diktieren.

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    Kalifornien wird aber nicht von dem Ziel abrücken. Seit Wochen brennen die Wälder. In San Francisco bleiben die Menschen zu Hause, nicht wegen Corona, sondern wegen verschmutzter Luft.

    Wissenschaftler führen mehrere Ursachen für die Waldbrände an, beispielsweise den boomenden Häuserbau in feuergefährdeten Gegenden oder schlechtes Waldmanagement. Ein Grund ist aber auch der Klimawandel, der Pflanzen und Bäume austrocknen lässt und bestes Brennmaterial hinterlässt.

    Wenn Newsom über Klimawandel spricht, dann bricht es aus ihm heraus. Die Debatte darüber sei vorbei, das Thema dürfe nicht für „ideologischen BS“ stehen. Die Abkürzung, die für einen Kraftausdruck steht, soll hier nicht übersetzt werden. Laut dem Thinktank Public Policy Institute of California zeigen sich 71 Prozent der Menschen in Kalifornien besorgt aufgrund der Waldbrände und des Klimawandels, 2018 waren es neun Prozentpunkte weniger.

    Die Situation in Kalifornien ist wie ein Blick in die globale Zukunft. Der Klimawandel wird sich überall in der Welt auswirken – und immer drastischere Maßnahmen nach sich ziehen.

    Mehr: Kalifornien verbannt den Verbrennungsmotor von der Straße.

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    1 Kommentar zu "Kommentar: Kaliforniens Verbrenner-Verbot ist ein Blick in die globale Zukunft"

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    • Gibt es in Kalifornien Autofabriken und Produktionsjobs?

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